Kindsein wagen - die Verantwortung liegt bei uns! Symposium anlässlich des 100. Geburtstages von Helmut von Kügelgen in Hannover

Anlässlich des 100. Geburtstages ihres Gründers Helmut von Kügelgen lädt die Vereinigung der Waldorfkindergärten e. V. für den 19.11.2016 zu einem Symposium in das Congress Centrum Hannover ein. Johannes Stüttgen und Michaela Glöckler werden auf die Gründung der Vereinigung zurückblicken und die heutige Lage der Kinder in Augenschein nehmen. Am frühen Abend wird Manfred Spitzer zu Gefahren für die Kindheit durch die Digitalisierung der Gesellschaft sprechen. Eine Podiumsdiskussion der drei Beteiligten mit dem Publikum wird den Tag abrunden.

100 Jahre alt wäre Helmut von Kügelgen in diesem Jahr – am 14. Dezember – geworden. 1969 hat er zusammen mit Klara Hattermann die Internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten e. V. ins Leben gerufen. Viele, die ihn als Vorstand der Vereinigung, als Schriftführer der Erziehungskunst, als Kollegen, Mitstreiter und Gründer kannten, sprechen von seiner besonderen Beziehungs- und Begegnungsfähigkeit.

Helmut von Kügelgen wird erinnert als ein Mensch, der Anbindung schaffen konnte, auf gedanklicher Ebene ebenso wie in der persönlichen Begegnung. Zugleich aber waren unerschütterliche Präsenz und offene Wahrnehmung die Grundlagen für eine aufmerksame und kritische Zeitgenossenschaft. Ein tief empfundenes Missbehagen an Entwicklungen im Bereich der Frühpädagogik
sowie der unreflektierte Medienkonsum in der frühen Kindheit waren Themen, die Helmut von Kügelgen in den Gründungsjahren der Vereinigung als Schriftführer der Erziehungskunst aufgriff und kritisierte – und die auf bestürzende Weise an Aktualität nicht verloren haben.

Den Blick auf die frühe Kindheit hat der Pädagoge Helmut von Kügelgen bereits in seiner Zeit als Klassenlehrer an der Stuttgarter Waldorfschule Uhlandshöhe entwickelt. Deutlich nahm er die Verstörungen und Verwundungen der Kinder wahr, die von klein auf den Krieg erleben mussten und es nun schwer hatten, sich mit der Zukunft zu verbinden. Helmut von Kügelgen entwickelte ein feines Gespür für das Potenzial der Kinder, sich aus den frühen irdischen Prägungen zu lösen und sich aus dem Strom zu nähren, der sie einst auf die Welt gebracht hat. Mit Geschichten und Bildern schuf er eine Atmosphäre, die den Kindern eine Öffnung zu den Quellen ihres Lebens ermöglichte und ihnen erlaubte, der schwierigen Gegenwart kreativ zu begegnen.

Auseinandersetzungen führte er viele, dogmatisch war er jedoch nicht. Sein Bestreben als Redakteur zielte darauf, durch eine Reihe von Beiträgen aus verschiedenen Federn eine Diskussionsgrundlage zu schaffen, die den Lesern ermöglichte, sich mit dem Thema zu verbinden und einen eigenen Standpunkt zu finden. Gerade darin liegt wohl die Kraft, die eine Bewegung wie die Vereinigung der Waldorfkindergärten entstehen und erstarken lassen konnte: Das Undogmatische stand Pate für die Aufforderung, immer wieder von sich aus Anbindung zu schaffen, Fragen zu stellen und den Zweifel zu erhalten.

Helmut von Kügelgens Vision einer vereinigten und vereinenden Bewegung der Waldorfkindergärten gründet auf der Demokratiefähigkeit der Menschen, als deren Voraussetzung er die Fähigkeit, im besten aufklärerischen Sinne aus der Unmündigkeit herauszutreten und sich des eigenen Verstandes zu bedienen, definierte und mit großer Selbstverständlichkeit vorlebte: Er suchte sie auf unprätentiöse und wohlmeinende Art durch sein eigenes Vorbild zu nähren, indem er unaufdringlich als zugewandter und einfühlsamer Vordenker in Erscheinung trat, ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen.  Diese Haltung war eine Aufforderung zur Selbsterziehung: Der Erwachsene muss zunächst selbst mündig werden, bevor er das unmündige Kind begleiten und erziehen kann. Er ist Erzieher, wenn er die Bereitschaft herausbildet, vom Kinde zu lernen.

[Auszug aus der Festschrift]

 

 

 

 

Stärkung der Allianz für das kleine Kind

Unter dem Motto „Wenn ich bin, kannst du werden“ kamen vom 25. bis 28. Mai am Goetheanum Eltern, Hebammen, Tageseltern, Eltern-Kind-Gruppen-Leiterinnen, Krippenpädagoginnen, Ärzte und Therapeuten zusammen, um sich – nach der Fokussierung auf die Bedeutung der physischen Umgebung, des Ätherischen und Astralischen bei den letzten Tagungen – bei dieser vierten Kleinkindtagung auf das Ich zu konzentrieren.

Veranstalter waren die Medizinische Sektion und der Arbeitskreis Kleinkind in der Vereinigung der Waldorfkindergärten in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Sektion. Insbesondere der Vorbereitungskreis unter der Leitung von Claudia Grah-Wittich leistete Hervorragendes und ließ diese Tagung zu einem Fest werden, wie es die 85jährige Anna Tardos, die Tochter von Emmi Pikler, abschließend ausdrückte. Das betraf nicht nur die Inhalte, sondern auch die Gestaltung und den Ablauf des Tagungsgeschehens. Guten Anklang fanden die unterschiedlichen Ausstellungsstände mit Angeboten, Exponaten und Literatur für das kleine Kind und seine Betreuer.

Die Begrüßung erfolgte durch die Sektionsleiter Michaela Glöckler (Med. Sekt.) und Florian Osswald (Päd. Sekt.). Den einleitenden Vorträgen über das Denken (Claudia Grah-Wittich und Michaela Glöckler), das Fühlen (Susan Weber und Michaela Glöckler) und das Wollen (Birgit Krohmer und Michaela Glöckler) folgten über 30 Arbeitsgruppen mit Referenten aus der ganzen Welt, die vormittags und nachmittags stattfanden. Insgesamt nahmen 700 Fachkräfte aus 29 Ländern teil und bekamen in diversen Plenargesprächen die Möglichkeit, sich gegenseitig in ihrem gemeinsamen Bemühen wahrzunehmen und verstärkt zu vernetzen. Zentrales Thema waren die angemessene innere Haltung und Handlungsbereitschaft für die Begleitung der Kinder von Geburt an, aus denen heraus ihr Tageslauf und die Umgebung für Pflege und Spiel in der Familie oder Institution gestaltet werden. Da es in allen Bereichen die Erwachsenen selbst sind, die die erste Umgebung des Kindes bilden, wirkt sich ihre Haltung, gespeist aus ihrem Denken, Fühlen und Wollen, unmittelbar auf das kleine Kind in seiner es für das ganze weitere Leben prägendsten Lebensphase aus.

Die Fragen, wie wir aus der Beobachtung des Kindes zu „moralischen Intuitionen“ kommen können, wie wir herausfinden, was für das Kind „das Beste ist“ in seiner jeweiligen Lebenssituation, und wie wir die „moralische Phantasie“ entwickeln, um unsere Intuitionen auch durch ethisches Handeln realisieren zu können, durchzogen alle Veranstaltungen dieser Kleinkindtagung wie ein roter Faden.

Besonderes Highlight war, dass Anthroposophische Pädagogik, Pikler-Pädagogik und universitäre Wissenschaft, vertreten durch Professor Joachim Bauer von der Uniklinik Freiburg im Breisgau (DE), sich im Tagungsgeschehen real begegnen und eine gemeinsame Vision teilen konnten im Sinne einer Stärkung der Allianz für das kleine Kind. Emmi Pikler war Kinderärztin – gute Kleinkindpädagogik ist von der Kleinkindmedizin nicht zu trennen.

Michaela Glöckler führte aus, dass der Menschengeist sich im Zuge der Inkarnation individualisieren möchte. Wenn wir dem nicht gerecht werden, indem wir der Eigenwürde und Kompetenz des Kindes im Kleinkindalter nicht Raum zur Entfaltung geben, dann erziehen wir es zur Abhängigkeit von Konventionen, Menschen und auch Drogen aller Art. Wer als Kind jedoch die Chance hat, „zu sich“ zu kommen und selbstbestimmt zu leben und zu arbeiten, der kann den großen und kleinen Aufgaben und Nöten des Lebens konstruktiv begegnen. „Selbst-los“ kann nur der sein, dessen Ich so stark geworden ist, dass es sich hingeben kann – ohne Sorge, in diesem Prozess des Loslassens verloren zu gehen. Egoismus, Ehrgeiz und Geltungssucht beziehen ihre Kraft aus der Existenzangst, die nur durch Ich-Stärke überwunden werden kann.

Claudia Grah-Wittich betonte, dass alle gemeinsam sich dringend mit spezifischen Forschungsfragen zum kleinen Kind befassen müssten, einerseits um das Kind und seine Umgebung menschenkundlich zu verstehen, aber auch um nachvollziehbarere Beispiele für die Ausgestaltung der für das Kind so wichtigen Umgebung anzubieten. Schwerpunkte in der Aus- und Weiterbildung aller mit dem kleinen Kind beschäftigten Berufe müssten demnach die Schulung der Beobachtung, des selbständigen Denkens und die Persönlichkeitsentwicklung sein. Auch Elternarbeit ist in dem Kontext ein zentrales Anliegen. Außerdem sollen Sinnesparcours wie die „Rote Achse“ vermehrt für Erwachsene eingesetzt werden.

Dass der Impuls weitergetragen wird, dafür fühlt sich der „Arbeitskreis kleines Kind" der Vereinigung der Waldorfkindergärten verantwortlich, das ist aber auch ein tiefes Anliegen von Michaela Glöckler. Die Pädagogischen Sektion wie auch die ISWECE werden sich zunehmend gemeinsam für die Belange des kleinen Kindes engagieren. Fest steht jetzt schon, dass deutschlandweit Fachtage zur Erforschung, Vertiefung und Verbreitung der zentralen Themen rund um das kleine Kind geplant sind, unter anderem in Zusammenarbeit mit Michaela Glöckler. (Ein Termin steht bereits fest: am 27./28.1.2017 am Hof in Frankfurt/Niederursel).

 

 

 

VERANSTALTUNGSHINWEISE:

 

Fachtag für ErzieherInnen am 27./28. Januar 2017 mit Michaela Glöckler

Im Anschluss an den diesjährigen Goetheanum-Kongress im Mai zur Würde des kleinen Kindes „Wenn ich bin, kannst du werden“ findet mit Dr. med. Michaela Glöckler (Medizinische Sektion), Claudia Grah-Wittich und Brigitte Huisinga (für den „Arbeitskreis Kleinkind“) am 27. und 28. Januar 2017 im „hof“ Niederursel, Frankfurt/Main, ein weiterer Fachtag statt: „Wie die Gesundheit der Kinder und der Betreuerinnen durch sinnvolle Abläufe gefördert werden kann“. Download des Flyers unter „Kurse und Veranstaltungen“ auf
www.der-hof.de

_____________________________________________________________________________

Neubeginn: „Kinder Neu sehen lernen – Eltern beraten“ im November 2016

Die berufsbegleitende Weiterbildung „Eltern beraten / Kinder neu sehen lernen“ der Freien Bildungsstätte „der hof“ in Frankfurt-Niederursel befähigt die Absolventinnen für die Arbeit mit Kindern unter drei Jahren. In vier Wochen-Blöcken wird neben der Menschenkunde die Sinneslehre, Aspekte des männlichen und weiblichen Elementes in der Erziehung und der Biographie des Menschen erarbeitet sowie die Fähigkeit zur Beratung der Eltern vermittelt. An den vier Kurs-Wochenenden geht es um die Methodik-Didaktik im Krippen-Alltag.

Nähere Information zu der Weiterbildung in Frankfurt: Freie Bildungsstätte „der hof“, Alt-Niederursel 51, 60439 Frankfurt, Telefon 069/57 50 78 oder bildungsstaette (at) der-hof.de

 

 

 

Kein Waldorfkindergarten für Bautzen?

Seit etwa zehn Jahren gibt es in Bautzen einen Waldorfkindergarten. Nun hat der Träger entschieden, die Waldorfpädagogik nicht weiter zu fördern und die Kindertagesstätte unter geänderten Vorzeichen weiterzuführen. Der engagierten Elternschaft stellte sich eine weitere Hürde – der Bedarfsplan der Stadt.

Manche Menschen machen sich viel Mühe, um Waldorfpädagogik zu fördern. In Bautzen wurde im März 2006 eine Kindertagesstätte auf Grundlage der Waldorfpädagogik gegründet; seit 2010 ist die Kita ordentliches Mitglied der Vereinigung der Waldorfkindergärten. Der Träger der Kindertagesstätte, das BBZ Bautzen, änderte eigens seine Satzung, um die Waldorfpädagogik integrieren zu können. Waldorfpädagogik, so die ehemalige Leiterin der Kindertagesstätte Sabine Wünsche, sei zu einer Art Aushängeschild des BBZ geworden. Innerhalb weniger Jahre wuchs die Zahl der in der Waldorf-Kita betreuten Kinder etwa um das Dreifache. Das BBZ, ursprünglich ein Träger überbetrieblicher Ausbildungen, war im Laufe der Jahre vermehrt zu einem sozialen Träger im Bereich der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe und Jugendwohnen geworden und betreibt zwei Kindertagesstätten.

Mit dem Wechsel der Geschäftsführung des BBZ im vergangenen Jahr änderte sich das Klima. Eltern, Erzieherinnen und Vorstand des BBZ fanden immer weniger zusammen. Wo es zuvor eine Gesprächsebene gab, auf der zuverlässig Absprachen getroffen werden konnten, begann das wechselseitige Verständnis nun zu bröckeln. Nach Weihnachten dann wurde die Leitung des Kindergartens abgesetzt, und das BBZ kündigte an, das Konzept des Waldorfkindergartens zum 31. Juli aufzugeben, gleichwohl aber die Kindertagestätte mitsamt Personal weiter zu betreiben. Die Elternschaft entschied sich dafür, eigene Wege zu gehen. Es wurde ein Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik gegründet, ein Haushaltsplan erstellt, eine Immobilie gesucht sowie ein Investor gefunden, der bereit war, den bedarfsgerechten Umbau vorzufinanzieren.

Das BBZ trat aus der Vereinigung der Waldorfkindergärten e.V. aus und resümierte in einer Presseerklärung vom Februar 2016, man habe „enorm viel Zeit und Aufwand betrieben, um gesellschaftliche Veränderungen und gesetzlich bedingte Regelungen mit der Waldorfpädagogik und den Ansprüchen der Eltern und Erzieher in Einklang zu bringen“ Das BBZ unterliege jedoch „sich stetig verändernden Anforderungen“ und müsse „im Sinne der Qualitätsentwicklung flexibel reagieren können“. Dahinter stehe, so Sabine Wünsche, mehr Kinder in der Einrichtung unterbringen zu wollen sowie die Erwartung, dass Erzieherinnen uneingeschränkt vom Waldorfkindergarten in die betriebseigenen Einrichtungen wechseln können, um Personalengpässe auszugleichen, was die Waldorferzieherinnen unter Berufung auf ihren Arbeitsvertrag jedoch ablehnten. „Die erwähnten Personalprobleme begründen sich in der konsequenten Verfolgung der Waldorfpädagogik“, schreibt das BBZ. Einige Bestandteile der Waldorfpädagogik werden von dem Träger nun beibehalten; das BBZ führte hierzu eine Umfrage unter den Eltern durch und zeigte Bereitschaft, alle Erzieherinnen weiter zu beschäftigen. Zugleich aber wolle man den sächsischen Bildungsplan umsetzen und das Konzept entsprechend verändern. Das sei von Vorteil für „Eltern, die zwar ihr Kind ökologisch versorgt und naturnah betreut haben möchten, die sich aber mit der Waldorfpädagogik nicht identifizieren“ könnten.

Man ging nun getrennter Wege, und die Wege schienen beiderseits so schlecht nicht zu sein. Die Elternschaft erarbeitete in kürzester Zeit eine Basis für die Neugründung einer Waldorf-Kita; das BBZ integrierte, was erwünscht war und verabschiedete sich von der Anthroposophie. Im März gab der „Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik Oberlausitz“ dann nach vielversprechenden Vorgesprächen seinen Antrag bei der Stadt ab und erhielt kurz vor Himmelfahrt, womit keiner gerechnet hatte: eine klare Absage. Eine weitere Kindertagesstätte sei im Bedarfsplan der Stadt bis 2029 nicht vorgesehen. Die vorhandenen Kindergartenplätze würden ausreichen. Die Absage seitens der Stadt wurde zunächst mündlich erteilt und liegt erst seit Kurzen auch schriftlich vor. In einer Pressemitteilung auf der Homepage der Stadt Bautzen wird erörtert, wie dem gestiegenen Bedarf an Betreuungsplätzen mit einem Neubau  begegnet werden kann. Anfang des Jahres wurde hierfür ein Realisierungswettbewerb für Architekten ausgeschrieben.

Ohne Aufnahme in den Bedarfsplan der Stadt – d.h. ohne städtische Zuschüsse –, so Sabine Wünsche, sei es vielen Eltern nicht möglich, den oder die Krippen- und Kindergartenplätze für ihren Nachwuchs zu finanzieren. Das ganze Projekt steht nun auf der Kippe. Aufgeben wolle man nicht, aber viele Möglichkeiten blieben nun nicht mehr. Der Regionalverantwortliche der Vereinigung der Waldorfkindergärten, Michael Flad, begleitet den Waldorfkindergarten Bautzen seit Langem und schließt nicht aus, Rechtsmittel einzulegen, denn schließlich sei den Eltern mit diesem Schritt die Wahlmöglichkeit genommen worden. Die ehemalige Leiterin der Kindertagesstätte hingegen hofft auf eine friedliche Einigung, denn man brauche auch weiterhin eine tragfähige Grundlage für eine Zusammenarbeit mit der Stadt. Red./sk

Weitere Information:

http://www.sz-online.de/nachrichten/protest-gegen-ende-der-waldorfkita-3316869.html

http://www.sz-online.de/nachrichten/klare-absage-an-einen-waldorfkindergarten-3405510.html

 

 

 

PRESSESPIEGEL

 

"Der blaue Autobus, Das U-Boot Fritz und vorneweg die alte, nette Henriette Bimmelbahn rattern, knattern, fauchen, zischen bis heute durch Kinderzimmer“. Der Kinderbuchautor James Krüss wäre in diesem Jahr 90 Jahre alt geworden und verzaubert uns noch immer.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Die International Association for Steiner/Waldorf Early Childhood Education hat Ihren Jahresbericht für 2015 vorgelegt. Berichtet wird von Arbeitsschwerpunkten, Kooperationen und Leistungen aus 2000 Waldorfkindergärten in 60 Ländern weltweit. Weitere Information sowie den Rundbrief der Vereinigung gibt es unter www.iaswece.org

_____________________________________________________________________________

Die Kita Allerleirauh im Stuttgarter Bohnenviertel versteht sich als Waldorfkindergarten der etwas anderen Art: Sie ist ein Bedarfskindergarten, die Eltern bezahlen den städtischen Regelsatz; 90 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund.

mehr »

_____________________________________________________________________________

„Eltern von unter Sechsjährigen verbringen heute mehr aktive Zeit mit ihren Kindern als noch vor 15 Jahren, obwohl Kinder früher und in einem größeren zeitlichen Umfang frühkindliche Bildungsangebote nutzen.“ Forschungsergebnisse des Deutschen Jugendinstituts sind in den Bildungsbericht 2016 eingeflossen.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Die Sommerferien stehen vor der Tür, und wer verreist, läuft nicht selten Gefahr, bei der Rückkehr unliebsame Begleiter „im Gepäck“ zu haben: Kopfläuse. Ein Hygieneproblem? Mitnichten. Worauf Sie achten müssen und was Sie tun können, erläutert die Ärztin Christina Stefanescu.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Pädagogische Vielfalt ist gewünscht, doch freie Träger haben es nicht selten schwer, in den Bedarfsplan der Stadt aufgenommen zu werden. Derzeit steht die geplante Eröffnung eines Waldorfkindergartens in Eberswalde auf dem Spiel.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Der Wittener Waldorfkindergarten wächst stetig weiter. Um der Raumnot entgegenzuwirken, wurde kurzerhand das Hausmeisterhaus der benachbarten Schule aufgekauft. „Die hätte es natürlich auch weiterhin gut gebrauchen können, aber dafür bekommen sie jetzt mehr Vorschulkinder von uns.“

mehr »

_____________________________________________________________________________

Waldorf-Waldkindergarten – die Nachfrage steigt. In Buggingen wird nun eine zweite Gruppe eröffnet. „Aufgrund der hohen Nachfrage nach Betreuungsplätzen eröffnet der Waldorfkindergarten Sonnenschein in Buggingen ab September 2016 eine zweite Gruppe inmitten der Natur.“

mehr »

_____________________________________________________________________________

Eine Studie aus Brasilien hat ergeben, dass gestillte Kinder einen höheren Intelligenzquotienten haben und später mehr verdienen: Macht Muttermilch schlau? Oder sind stillende Mütter besser gebildet? Die Diskussionen um den Sinn des Stillens gehen weiter.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Absolut bio und garantiert fair vom Acker in die Flasche: Das Unternehmen Voelkel feiert sein 80-jähriges Bestehen. Ein Grund, zünftig anzustoßen. Zum Beispiel mit dem 7-Zwerge-Saft.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Nach der Kündigung des angemieteten Privathauses konnten Eltern und Erzieherinnen noch eine Weile lang hoffen, doch nun ist es entschieden: Für den Waldorfkindergarten Bad Godesberg wird es keinen Neuanfang an der Kurfürstenallee geben.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Den Unterschied zwischen Höflichkeit und Herzlichkeit können schon kleine Kinder erkennen. Forscher haben herausgefunden, dass bereits Drei- und Vierjährige ein aufgesetztes von einem echten Lächeln unterscheiden können, Mädchen können dies schneller als Jungen.

mehr »

_____________________________________________________________________________

„Schreien stärkt die Lungen.“ Großeltern erteilen diesen fragwürdigen Rat zuweilen immer noch gerne. Forscher haben untersucht, ob das Schreienlassen tatsächlich einen negativen Einfluss auf das Beziehungsverhalten von Säuglingen hat. Die Studie ist umstritten.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Kinder, die den Waldorfkindergarten oder die Waldorfschule in Prien besuchen, können von nun an sehen, wo der Strom herkommt: Auf dem Gelände wurde ein Wasserrad für die Stromerzeugung installiert.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Forscher vermuten, dass Paracetamol nicht nur physische Schmerzen lindert, sondern auch die Fähigkeit zur Empathie dämpft. Eine Studie der Ohio State University deutet in diese Richtung.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Seit 1986 betreiben die Freunde der Waldorfpädagogik in Dietersweiler/Freudenstadt einen Kindergarten. Jetzt hat die Stadt dem Verein den Vertrag über Betrieb und Förderung des Kindergartens gekündigt.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Die Stadt Eisenach legt in ihren Bebauungsplänen Hauptverkehrsadern direkt vor die Tür des bislang ruhig gelegenen Waldorfkindergartens. Die Elternschaft setzt sich zur Wehr, leider mit wenig Aussicht auf Erfolg.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Mit hohen Fördergeldern wurde der Ausbau von Kindertagesstätten vorangetrieben. Mancherorts geht der steigende Betreuungsbedarf auf Kosten der Qualitätssicherung. Darüber wird nicht gerne gesprochen. Astrid Geisler berichtet.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Die Kinder- und Jugendbuchforscherin Birgit Dankert hat unter dem Titel „Michael Ende – Gefangen in Phantasien“ eine Biografie über den bekannten Kinderbuchautor Michael Ende vorgelegt. Ronald Richter sprach mit Birgit Dankert auf der Leipziger Buchmesse.

mehr »

_____________________________________________________________________________

In diesem Jahr feiert der Waldorfkindergarten Langenberg sein 30-jähriges Bestehen. Manche Großeltern der heutigen Kindergartenkinder haben selbst schon die „Villa Talhof“ besucht. Mit einer Elterninitiative fing alles an – und mit „Frau Holle“.

mehr »

_____________________________________________________________________________

Über ein Bild, das Picasso als 15-jähriger gemalt hat, sagte er später: "Als ich so alt war, konnte ich malen wie Raphael. Aber ich brauchte ein Leben lang, um so zu malen wie die Kinder." Kinder sind die wahren Künstler, findet auch Theodor Ziemßen und ist traurig, dass den Erwachsenen dies meist abhandengekommen ist.

mehr »

 

 .

 

KOLUMNE

 

ELTERN VOM MARS, 11.05.2016

Ganz entspannt bleiben. Kleine Kinder sind sehr selbständig. „Ich hätte den Teig wahrscheinlich binnen 15 Minuten fertig gehabt, aber mir hätte diese Arbeit nie so viel Selbstwertgefühl gebracht und nie so viel Freude gemacht wie ihr - und auch nie so stolz gemacht.“

mehr

 

.

 

VERMISCHTES

 

Freunde der Erziehungskunst

Die Freunde der Erziehungskunst feiern das zehnjährige Bestehen der Notfallpädagogik. Einen berührenden Einblick in ihre Arbeit geben sie in ihrem Magazin [welt]blick mehr sowie auf Facebook

 _____________________________________________________________________________

Alanus Hochschule

Die Alanus Hochschule veröffentlicht Beiträge der öffentlichen Ringvorlesung "Kinder, Kinder - Erziehungsfragen und pädagogische Herausforderungen der Gegenwart" im Internet auf Youtube.

_____________________________________________________________________________

Freunde der Erziehungskunst

Die Freunde der Erziehungskunst bitten um Spenden zugunsten von heilpädagogischen und sozialtherapeutischen Einrichtungen im Ausland. Bei manchen ist die Not so groß, dass es nicht einmal reicht, um die Stromrechnung zu bezahlen. Weitere Information hier

_____________________________________________________________________________

Kult.Radio - Anthroposophie ON AIR

Wenn schon Internet, dann wenigstens Radio: Unter www.kultradio.eu versammelt der leitende Redakteur und Autor Ronald Richter für Sie und Ihre Kinder Podcasts: Märchen.Radio, Info3, Demeter Journal, Vorhang Auf und andere lassen von sich hören. 2007 konnte Kult.Radio in Berlin seinen Betrieb aufnehmen. Anfang 2012, anlässlich von 200 Jahren Grimms Märchen, kommt das Märchen.Radio hinzu, das in Kooperation mit den Berliner Märchentagen, mit Märchenerzählern aus Berlin und Brandenburg sowie dem renommierten Märchenforscher Heinz Rölleke und vielen anderen zeigt, wie Märchen heute erzählt werden können. Der Blog von Kult.Radio bietet Platz für Veranstaltungshinweise. www.kultradio.eu Kontakt: Ronald Richter, info (at) kultradio.eu.

 

.

 

VERANSTALTUNGEN

 

Bund der Freien Waldorfschulen PÄDAGOGISCHE SOMMERAKADEMIE STUTTGART 28.07. bis 01.08.2016

Thema der pädagogischen Sommerakademie „Innere Ruhe. Vertrauen in die eigene Entwicklung im pädagogischen Handeln“ www.sommerakademie2016.de

_____________________________________________________________________________

Schloss Freudenberg bei Wiesbaden KOSTENFREIE FÜHRUNGEN

Jeden Samstag und Sonntag findet jeweils um 14 Uhr eine Führung im Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne und des Denkens statt. Für Menschen von 3 bis 103. Die Führung ist ein Geschenk. www.schlossfreudenberg.de

 _____________________________________________________________________________

Alanus Forum e.V./Sommerakademie Alfter KINDERATELIER PARADIESGARTEN 07. bis 20. August

Im Rahmen der 27. Sommerakademie Alfter/Campus I der ALANUS HOCHSCHULE Für Kinder ab 6 Jahren. Mit Susann Meister-Duddeck.

www.sommerakademie-alfter.de

_____________________________________________________________________________

Studentinnen Fachbereich Eurythmie der Alanus Hochschule HEINZELMÄNNCHEN-EURYTHMIE-FLASHMOB IN KÖLN, 6. Juli 2016 10:00 bis 11:00, Treffpunkt vor dem Haupteingang des Kölner Doms

Am Ende ihrer Heinzelmännchen Tournee versammeln sich Student*innen des Fachbereichs Eurythmie der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft zu einer Flash-Mob-Aktion am Kölner Dom. Kinder jeden Alters sind herzlich eingeladen zuzuschauen und mitzumachen. www.alanus.edu

_____________________________________________________________________________

Goetheanum, Dornach (CH) 25.-29.07.2016 BIN ICH FAUST? FAUST 1&2 // JUGENDTAGUNG

Mit der Frage Bin ich Faust? lädt die Jugendsektion am Goetheanum junge Menschen aus aller Welt zu einer Tagung, die anlässlich der Inszenierung von Goethes Faust 1&2 in ungekürzter Fassung diesen Sommer stattfinden wird. Die Tagung richtet sich an Schüler*innen, Studierende und Auszubildende unter 35 Jahren.

mehr »

 

.

 

LESETIPPS

 

LEITWÖLFE SEIN - LIEBEVOLLE FÜHRUNG IN DER FAMILIE von Jesper Juul

Erziehungsratgeber hat der dänische Psychologe Jesper Juul schon viele geschrieben, mit seinem neuen Buch „Leitwölfe sein“ macht er nochmals deutlich, wie sich die Anforderungen an Eltern und Kinder in den vergangenen Jahrzehnten geändert haben und wie beide Seiten voneinander lernen können. Deutschlandradio Kultur hat das Buch vorgestellt: Leitwölfe sein

Jesper Juul: Leitwölfe sein – Liebevolle Führung in der Familie Übersetzung, Lektorat und Verschriftlichung von Nuka Matthies Beltz Verlag, Weinheim 2016

 

Martina Leibovici-Mühlberger: WENN DIE TYRANNENKINDER ERWACHSEN WERDEN

Struwwelpeter war einmal eine Ausnahmeerscheinung; heute wildern die kleinen Tyrannen überall und jederzeit? Henning Köhler rezensierte für die Erziehungskunst eine Neuerscheinung zum Thema. Tyrannenkinder

Martina Leibovici-Mühlberger: Wenn die Tyrannenkinder erwachsen werden. Warum wir nicht auf die nächste Generation zählen können, Wien 2016