Hochschule

Nachdem nun auch in Deutschland eine Entwicklung begonnen hat, den Erzieherinnenberuf auf Hochschulebene auszubilden, so wie es in nahezu allen anderen Ländern der Welt üblich ist, hat die Alanus - Hochschule in Alfter in Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Waldorfkindergärten einen dreijährigen Studiengang in Vollzeit aber auch berufsbegleitend in Teilzeit entwickelt, der nun den Erzieherberuf im akademischen Kontext zur Ausbildung bringt.
Dr. Wolfgang Saßmannshausen

„Kindheit heute“ – dieses Thema wirft viele Fragen auf, für den Einzelnen wie für die Gesellschaft: Was erlebt das Kind? Wie lernt es? Welchen Schutz, welche Freiheit und welche Begleitung braucht es? Die Alanus Hochschule bietet dazu zwei Studiengänge an, die beide mit dem akademischen Titel Bachelor of Arts (B.A.) abschließen:

Beide Studiengänge qualifizieren für Tätigkeiten und Leitungsfunktionen in Kindertageseinrichtungen, Betreuungseinrichtungen in Ganztagsschulen, Beratungsstellen, Familienzentren, stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (z.B. Kinderheime). Mögliche weitere Berufsfelder sind Fachberatung und Referententätigkeit sowie wissenschaftliche Tätigkeiten an Hochschulen. Aufbauend auf den Bachelorstudiengang ist ein Masterstudiengang möglich.


"Kinder brauchen Geschichten"

Professur für Entwicklungspsychologie und Kindheitspädagogik an der Alanus Hochschule neu besetzt

wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Sebastian Suggate ab sofort die Professur für Entwicklungspsychologie und Kindheitspädagogik am Institut für Kindheitspädagogik im Fachbereich Bildungswissenschaft der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft inne hat. Anbei finden Sie weitere Informationen sowie ein Interview, in dem Sebastian Suggate über seine Forschung und seine zukünftigen Aufgaben an der Alanus Hochschule berichtet und verrät, seit wann er sich mit Rudolf Steiner auseinandersetzt.

„Die Letzten werden die Ersten sein…“

Zur Be- und Entschleunigung in der kindlichen Bildung

Kinder sollen in Vorschule und Schule immer früher und schneller lernen – so sehen es viele Stimmen in Politik und Bildung. Sebastian Suggate, Professor für Entwicklungspsychologie und Kindheitspädagogik an der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, geht dieser Entwicklung in seinem Vortrag am Freitag, 5. September, auf den Grund. Anhand aktueller Studien, die das frühe Lesen lernen untersuchen, zeigt der Referent die Auswirkungen der „Lernbeschleunigung“ auf. Dabei erörtert Suggate sowohl Argumente für als auch gegen frühes Lesen und berücksichtigt nicht nur die langfristige Lese- und Sprachentwicklung von Kindern, sondern auch die Ausbildung ihrer sozialen Fähigkeiten. Auf dieser Grundlage skizziert der Professor Vorschläge für Alternativen zu einer auf Beschleunigung ausgerichteten Pädagogik, die sowohl die Komplexität der Kindesentwicklung als auch die der zeitgenössischen Bildungslandschaft berücksichtigen.