Newsletter September 2018

Natur im Blick - Neue Impulse in der Pädagogik

Tagungszentrum Schloss Hohenfels nahe Überlingen

Bildungscamp 25. – 28. August 2021 auf Schloss Hohenfels nahe am Bodensee

 

Die Agentur Von-Mensch-zu-Mensch in Kooperation mit EOS – Erlebnispädagogik und unterstützt von der Vereinigung der Waldorfkindergärten veranstaltete in Ergänzung zum Bildungskongress-Online am Anfang des Jahres erstmals ein Bildungscamp. Es war ein Neubeginn. Ein neues Format nach den Einschnitten durch die Corona-Krise mit einem bedeutenden und sehr wichtigen Thema für die Pädagogik: unserem Verhältnis zur Natur.
Wie sind wir in Verantwortung für die Zukunft unserer Erde verbunden mit dem Urgrund des Menschseins, der Natur? Wie können wir der Aufgabe, das Kind an ein intensiveres Verhältnis zu Kosmos und Erde heranzuführen, gerecht werden? Was braucht die Natur von uns Menschen? Wie gestalten wir die Pädagogik so, dass wir nicht von der Umwelt, sondern von der Mitwelt des kleinen Kindes ausgehen, und nicht Ökopädagogik oder Umwelterziehung, sondern eine neue Form der Naturpädagogik entwickeln und umsetzen?

 

Dem Menschen kommt von vornherein eine kosmische Aufgabe zu, die als Entwicklungsaufgabe des Menschen zu sehen ist, die aus der Sonderstellung des Menschen im Kosmos einhergeht. Der Mensch hat die Aufgabe, die Beziehung von Natur und Geistwelt herzustellen und so eine Verbindung der Naturwesen zu dem Bereich der Engel zu ermöglichen. Nimmt sich der Mensch dieser Aufgabe nicht an, so bleiben diese beiden Welten voneinander getrennt. (Rudolf Steiner)

 

Die Referenten Michael Birnthaler, Johannes Greiner, Beate Wohlgemuth und Dagmar Scharfenberg sowie Andreas Neider gaben wertvolle Impulse in ihren Vorträgen. Deutlich wurde, dass wir die Natur neu in den Blick nehmen müssen und zwar sofort! Die Natur möchte von uns wahrgenommen werden. Sie braucht den Menschen! Und sie ist in jedem Moment eine Erinnerung an das, was die Götter mit uns vorhatten, so Johannes Greiner. Die überstarke Technisierung der Welt führt zu einer Durchängstigung und in diesem Spannungsfeld steht das Kind! Mehr Wildnis rettet uns aber auch nicht, sondern nur eine geistige Verbundenheit mit den Naturkräften.
Andreas Neider stellte eigene persönliche Erfahrungen auf seinem Weg dahin vor und gab dadurch konkrete Anregungen für einen nicht nur intellektuellen Zugang zur Thematik, sondern für einen künstlerischen Weg der Beziehungsgestaltung, der Mut gibt, sofort einen Anfang zu machen.

Dafür werden wir ein neues Denken, ein neues Mitfühlen und Handeln im Bewusstsein für unsere menschliche Verantwortung und für die Natur entwickeln müssen. Das Bildungscamp will auf diesem Weg ein Anfang sein und in diesem Format sowohl im Norden als auch im Süden Deutschlands durch eine Fortsetzung der Arbeit mit Natur im Blick Impulse für ein neues Naturverständnis geben.

 

Dagmar Scharfenberg und Beate Wohlgemuth

Gärten für Kinder - und was wir Kindern mit auf den Weg geben können...

Bild aus dem Besitz Irmgard Kutschs aus einer generationsübergreifenden Arbeit mit der Enkeltochter

In meiner Tätigkeit als Fachberaterin für die Region NRW komme ich in zahlreiche Einrichtungen und erlebe dort Gärten für Kinder unterschiedlichster Couleur.

Dort begegnen mir Gärten, die eher einen Spielplatzcharakter aufweisen – mit vielen Spielgeräten –, Gärten mit dem Fokus auf vielfältige Sinneswahrnehmungen und - erlebnismöglichkeiten, Gärten, die dazu einladen, den ganzen Tag draußen zu verbringen, und Gärten, die belebt sind durch Beete, Beerenbüsche und Obstbäume, wo spürbar ist: Hier wird gearbeitet, Gemüse

In meiner Tätigkeit als Fachberaterin für die Region NRW komme ich in zahlreiche Einrichtungen und erlebe dort Gärten für Kinder unterschiedlichster Couleur.

Dort begegnen mir Gärten, die eher einen Spielplatzcharakter aufweisen – mit vielen Spielgeräten –, Gärten mit dem Fokus auf vielfältige Sinneswahrnehmungen und - erlebnismöglichkeiten, Gärten, die dazu einladen, den ganzen Tag draußen zu verbringen, und Gärten, die belebt sind durch Beete, Beerenbüsche und Obstbäume, wo spürbar ist: Hier wird gearbeitet, Gemüse angebaut und es werden Beeren für die Frühstücksmarmelade geerntet.

Dann erreichten mich Anfragen: Naturnahe Gartengestaltung – wie kann das aussehen? Geländenutzung und -gestaltung für eine Außengruppe – was braucht das? Und wie machen wir die Außengeländegestaltung für den Waldkindergarten?

Bei der Beschäftigung mit all diesen Themen stieß ich auf das Projekt Mehr Natur für Kinderorte der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft mit dem Programm der Natur Kinder Garten Werkstatt von Irmgard Kutsch, die – selber viele Jahre als Waldorfpädagogin tätig – vor etlichen Jahren die Natur Kinder Garten Werkstatt gründete und vielen von uns mit ihren „Vierlingen“, den Natur Kinder Garten Werkstatt-Büchern und ihrem Buch Mit Kindern im Bienengarten wertvolle Anregungen für die Arbeit im Kindergarten und mit Kindern in der Natur gab.

In dem Projekt Mehr Natur für Kinderorte geht es darum, die Natur wieder stärker in den Vordergrund zu rücken, für unsere Kindern Erlebnisräume zu schaffen, die eine Sinnesausdifferenzierung und vielfältige Erlebnismöglichkeiten bieten: Es geht darum, mit Kindern natürliche Lebens- und Arbeitszusammenhänge durch alltägliches Tun im Garten (und in der Küche) zu gestalten, sie mit allen Sinnen erleben und teilhaben zu lassen – um zu erfahren, wie die Blüten der Obst- und Beerensträucher aufblühen und von den bestäubenden Insekten besucht werden, wie die Äpfel in den Apfelkuchen, die Beeren in die Marmelade und das Gemüse mittags auf den Teller kommt.

Wie wir Raum für Nisthilfen für die Wildbienen schaffen, was die Feuerbohne braucht, um hochzuranken (und zugleich kleine Höhlen zum Verstecken bietet), wie die Beschattung der Fassaden (die wir ob der Klimaerwärmung in den kommenden Jahren sicher noch dringender benötigen als bisher) zugleich Schatten spendet und uns Früchte für das Frühstücksmüsli und den Traubensaft für das Michaelifest schenkt. Wir können Wasser, so ein wertvolles Gut, sammeln, Zisternen anlegen und mittels kleiner handlicher Handschwengelpumpen die Gießkannen der Kinder füllen und die kleinen Helfer die Beete bewässern lassen.

Wenn wir dann noch Gemüse anbauen – optimalerweise in einem Rundbeet, das die Möglichkeit bietet, in einer Art „Tortenstückanlage“ verschiedenste Gemüsearten anzupflanzen und die Kinder das Keimen, Wachsen, Fruchten und Ruhen der unterschiedlichen Gemüsearten erleben lässt –, haben wir nicht nur gesundes Gemüse auf dem Teller, sondern die Kinder erleben im alltäglichen Tun, durch Vorbild und Nachahmung im Jahresrhythmus, nachvollziehbare Lebenszusammenhänge und sinnhafte Tätigkeiten.

„Die Kinder von heute werden die Weltgeschicke von morgen in die Hand nehmen. Wie aber wird es in 20 bis 30 Jahren aussehen auf unserem Planeten? Die Kinder von heute werden ein schwieriges Erbe von den Generationen vor ihnen übernehmen (müssen) und ein großes Maßen Phantasie und Innovationsfähigkeit brauchen, um den sich bereits jetzt abzeichnenden sozialen, Ernährungs-, Klima- und Umweltherausforderungen dann zu begegnen. Jetzt gilt es Kinderorte lebendig und vielseitig zu gestalten, damit Kinder sich bewegen können, damit sie sich üben können im Umgang mit der Natur, damit sie lernen was Pflanzen und Tiere zum Leben brauchen und wie wir ihnen helfen können …  Um zu üben, wie man als Mensch gern gesehene Gast inmitten unzähliger anderer Geschöpfe auf der Erde wird, brauchen Kinder erwachsene Begleiter, von denen sie Wertschätzung des Lebens in und mit der Natur lernen können; am besten in ihrer unmittelbaren Umgebung, jeden Tag. Und dafür bedarf es gut ausgebildeter Erwachsener.“ (Irmgard Kutsch)

In diesem Sinne ist das Projekt Mehr Natur für Kinderorte ausgerichtet und es werden über das Jahr einzelne Module zu den jeweiligen Themenbereichen angeboten, die auch als Fortbildungen bei regionalen Konferenzen oder Fachtagen eine große Bereicherung darstellen.

So schaffen wir für die Kinder Gärten, die nicht nur grün sind, sondern auch bunt werden, in denen eine üppige Vielfalt lebt und in denen die Kinder Naturzusammenhänge und menschliches Tun erleben können und durch das Teilnehmen an sinnhaften, nachvollziehbaren und durchschaubaren Tätigkeiten im gärtnerischem, handwerklichem und häuslichem Bereich eine Orientierung in der Welt, die vielerorts technisiert und undurchschaubar geworden ist, gewinnen.

Es ist das Erleben elementarer Tätigkeiten, was die Kinder in eine Verbindung mit der Welt und der Schöpfung treten lässt. Dieses Erleben, verbunden mit dem Gedanken „Wir sind Gast auf dieser Welt und wollen hüten, bewahren und wertschätzen, was sie uns schenkt“, ist es, was wir den Kindern durch das Miterleben der vielfältigen Tätigkeiten im Garten und in der Natur mit auf ihren Weg geben wollen.

Die tätigen Erwachsenen möchte ich mit diesem Beitrag anregen, sich auf den Weg zu machen, die Gärten für „ihre“ Kinder wieder neu zu gestalten – im Sinne von Vielfältigkeit, Nachhaltigkeit und Erlebnisreichtum. Natürlich dürfen die Schaukel und der Bereich, in dem die Kinder mit Wasser, Erde und Lehm spielen, mit großen Hölzern und Baumstücken und -scheiben bauen dürfen sowie die Wiese zum Auslegen der Picknickdecke für die Puppenkinder auch nicht fehlen …

Wenn wir dann in den regionalen Konferenzen und Treffen noch unser Saatgut tauschen und einander gärtnerische Tipps geben können, ist es eine noch größere Freude …

 

Barbara Leineweber
Fachberatung Region NRW

Für Nachfragen steht die Autorin gerne zur Verfügung

 

Das Projekt CO2ero

Das beim Bund der Freien Waldorfschulen angesiedelte Projekt „CO2ero Klimaneutrale Waldorfschulen“ hat nun erstmals einen Kindergarten in die Pilotphase aufgenommen. Begleitet wird dieser vom Team CO2ero.

Per Losverfahren wurde der Hamburger Waldorfkindergarten Eimsbüttel/Eppendorf e.V. als erster Projektkindergarten in das Projekt CO2ero aufgenommen. In den nächsten zwei Jahren identifizieren die Mitarbeiter:innen und Eltern zusammen mit dem Team CO2ero zunächst die relevanten Bereiche zur Reduzierung von CO2-Äquivalenten. Anschließend werden geeignete Maßnahmen in den Kategorien Strom, Wärme, Material, Mobilität, Ernährung und Bildung angestoßen. Im Rahmen des gemeinsam mit der Kindergartengemeinschaft erarbeiteten Nachhaltigkeitsplans werden praktische Maßnahmen in die Bildung zur Nachhaltigen Entwicklung eingebunden.

Die Projektidee wurde von drei ehemaligen Waldorfschüler:innen entwickelt und mit Hilfe der Erfahrungen von sechs Pilotschulen erprobt und ausgebaut. Als Team CO2ero, inzwischen auf sechs Köpfe angewachsen, kooperieren sie mittlerweile neben dem Bund der Freien Waldorfschulen auch mit dem Anthropoi Bundesverband und der Vereinigung der Waldorfkindergärten.

Das Projekt wird durch die Waldorf-Stiftung und die Software AG-Stiftung gefördert.

Buchbesprechung: Mit Kindern in die Natur, Rikke Rosengren, VFG, 2021

Nicht von Eltern und Lehrern allein wurde ich erzogen, sondern auch von höheren, verborgenen und geheimnisvollen Mächten. Zum Glück habe ich, gleich den meisten Kindern, das für das Leben Unentbehrliche und Wundervollste schon vor dem Beginn der Schuljahre gelernt, unterrichtet von Apfelbäumen, von regen und Sonnenschein, Fluss und Wäldern, Bienen und Käfern.“

Hermann Hesse

Nicht erst seit Gerald Hüther wissen wir um die Notwendigkeit, wie wichtig es gerade für Kinder ist, Natur(-zusammenhänge) zu erleben und sich in der freien Natur zu bewegen, sie sich gewissermaßen ein-verleiben zu dürfen, an und mit ihr zu lernen und sich daran entwickeln zu dürfen.

In unserer heutigen, schnelllebigen durchstrukturierten Zeit sind wir sehr weit entfernt von der Natur und dem Erleben natürlicher Zusammenhänge, Rhythmen und Jahreszeiten.

Wie wichtig gerade für die heutigen Kinder das Spielen, Erleben und Bewegen im großen Draußen der Natur ist und wie wir die Waldorfpädagogik im Waldkindergarten umsetzen und gestalten können, davon handelt das im Frühjahr dieses Jahres erschienen Buch von Rikke Rosengren MIT KINDERN IN DER NATUR.

Als Waldorfpädagogin und Gründerin des Waldorf-Waldkindergartens Bonsai in Dänemark schildert sie in lebendiger Weise, was es heißt, wenn Naturerleben Schwerpunkt eines Kindergartens sein darf, wie die Umsetzung der Waldorfpädagogik unter freiem Himmel geschehen kann, wie sich Tageslauf und Festgeschehen gestalten lassen, wie sich die Erzieher:innen auf ihre Arbeit vorbereiten und eine gesunde Haltung zur Natur entwickeln können, wie sich Mahlzeiten und Ruhezeiten gestalten lassen und welche Voraussetzungen eine wettertaugliche Bekleidung erfüllen muss.

Wie die inhaltliche Arbeit und die Konzeptionsentwicklung für den Waldorf-Waldkindergarten gelingt und welche Kenntnisse und Fertigkeiten das Leben mit Kindern in der Natur von den Erziehenden verlangt, sind ebenfalls Inhalt des Buches.

Dieses Buch ist eine wertvolle Bereicherung für alle, die mit Kindern in der Natur arbeiten, nicht nur für die Waldorf-Waldkindergärten, die sich einer immer größeren Beliebtheit erfreuen, sondern für all die Menschen, die Kindern den Zugang und das Erleben der Natur und ihrer geheimnisvollen Zusammenhänge ermöglichen wollen, sei es im Waldkindergarten, an Waldtagen, bei Ausflügen, in Waldspielgruppen oder an Waldnachmittagen.

Seit ich die dänische Originalausgabe des Buches 2019 in der Buchhandlung am Goetheanum erstanden hatte, war es mir ein großes Anliegen, für unsere deutschen Waldorf-Waldkindergärten eine Übersetzung zu bewirken.

Möge das Buch viele Menschen erreichen, ihnen Anregung, Vorbild und Hilfe sein, das Leben kommender Generationen von Kindern um diese wunderbare grüne Seite des Lebens zu bereichern und so einen Umgang, geprägt von Achtsamkeit, Respekt und Wertschätzung mit allem, was da lebt, bei ihnen anzulegen.

 

Barbara Leineweber

Fachberatung NRW

 

Nachrichten aus den Flutgebieten

  • 26.08.2021:   Blog -
    Der Theologe und Journalist Thomas Rheindorf schreibt in seinem Blog „Hochwasser“ über die Flutkatastrophe. Hier erzählt er von der Begegnung mit Kindern in Bad Neuenahr, deren Kita nach der Flut geschlossen bleiben muss. Weiter
  • 09.08.2021:   Notfallpädagogik.
    Ob Hurrikan, Erdbeben oder Flut – wo Menschen obdachlos geworden sind und in existenzielle Not geraten, leisten Notfallpädagog:innen Hilfe. Diese besteht vor allem darin, Kindern im Alltag Struktur zu geben.
    Weiter
  • 04.08.2021:   Bericht von der Flut.
    Eine Mutter erzählt, wie sie die Flutkatastrophe erlebt hat. Was passierte, überstieg das Vorstellungsvermögen aller, deshalb reichte die Vorsorge nicht. Überlebt hat die Familie auf einem kleinen Hügel hintr dem Haus, wo die Kinder im Ziegenstall schlafen konnten . Weiter
  • 01.08.2021:   Not im Ahrtal.
    Im Ahrtal sind von den Folgen der Flut etwa 11.000 Kinder und Jugendliche betroffen. Sie seien, so die Medizinerin Brigitte Pollitt bereits durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie geschwächt und würde nun an den Rand ihrer Belastbarkeit kommen. Weiter
  • 27.07.2021:   Traumatherapie.
    Äußere Zerstörung wie bei der Flutkatastrophe im Ahrtal stehe immer auch für die inneren Schäden, die durch das Erlebte bei Kindern und Erwachsenen angerichtet werden – so Bernd Ruf, Leiter der Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst. Notfallpädagog:innen richteten im Waldorfkindergarten Pusteblume in Grafschaft/Ahrtal einen sogenannten Child friendly Space ein, der Kindern einen Ruhepol bietet. Weiter
  • Juli 2021:   Ruhepol für Kinder und Eltern:
    Schlaflosigkeit, Ängste, Konzentrationsprobleme – nach der Flut haben die Menschen nicht nur mit dem Chaos im Äußeren zu kämpfen. Ein Team der Notfallpädagogik der Freunde der Erziehungskunst bietet Kindern und Eltern einen sicheren Ort und Stabilität. Weiter

Weitere Nachrichten

  • Juni 2021:   Klimaneutraler Waldorfkindergarten.
    Der Waldorfkindergarten Hamburg Eimsbüttel/Eppendorf e.V. wurde zusammen mit zehn Waldorfschulen per Losverfahren in das Projekt „CO2ero“ des Bundes der Freien Waldorfschulen aufgenommen. Die ausgewählten Einrichtungen werden auf ihrem Weg in eine klimaneutrale Zukunft begleitet. Ziel des Projektes ist es, dass bis zum Jahr 2030 achtzig Prozent der deutschen Waldorfschulen klimaneutral sind. Vom 11. bis 13. Juni 2021 hat die Initiative einen ersten Nachhaltigkeitskongress veranstaltet. Weiter
  • August 2021:   Entwicklungsverzögerung bei Kleinkindern.
    Einer US-amerikanischen Studie zufolge zeigen während eines Lockdowns geborene Kinder erhebliche Entwicklungsverzögerungen im kognitiven, motorischen und verbalen Bereich. Zurückgeführt wird das auf den Mangel an sozialen Kontakten und den Stress der Eltern. Weiter
  • 21.07.2021:   Waldorfkindergarten Bendorf.
    Nach 40 Jahren wurde Ende Juli der Waldorfkindergarten Bendorf im Landkreis Koblenz-Mayen geschlossen. Das Gebäude genügte nicht den baulichen Anforderungen des Kita-Zukunftsgesetz. Weiter
  • 21.07.2021:   Kindeswohlgefährdung 2020.
    Mit einem Anstieg von fast zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr meldet das statistische Bundesamt für das Jahr 2020 einen Höchststand an Kindeswohlgefährdungen. Die Hinweise aus dem Umfeld von Schule und Kita gingen aufgrund des Lockdowns zurück, die Meldungen aus dem privaten Umfeld stiegen. Weiter
  • 20.07.2021:   Kinderfotos im Internet.
    Kinder haben nicht nur wie Erwachsene das Recht, über die Verwendung von Fotos, auf denen sie zu sehen sind, selbst zu bestimmen, sie sind durch Missbrauch von Bildern auch besonders gefährdet. Mediencoachs und Cyberkriminologen warnen davor, Bilder von Kindern im Internet mit anderen zu teilen oder in Clouds hochzuladen. Und sie zeigen, wie der Umgang mit dem heiklen Thema gelingen kann. Weiter
  • 10.07.2021:   Entwicklung fördern.
    In Deutschland bestimmt die soziale Herkunft immer noch weitaus mehr den Werdegang eines Menschen als in anderen europäischen Ländern. Georg Cremer plädiert dafür, den Begriff der Chancengerechtigkeit zu ersetzen durch Befähigungsgerechtigkeit: Es gehe darum, Menschen zu befähigen, für die Entfaltung ihrer Potenziale aktiv einzutreten. Weiter
  • 03.06.2021:   Wider den Vertrauensverlust.
    Vertrauen braucht Raum und Zuwendung, mit der Pandemie ist es an vielen Stellen brüchig geworden. Der Philosoph Krisha Koops meint: Wir müssen uns aktiv um Räume kümmern, in denen Vertrauen wachsen kann. Denn Kontakt stärkt Vertrauen. Und umgekehrt. Weiter
  • Mai 2021:   Schimpfen.
    Mit steigenden Anforderungen wächst der Stresspegel und eine unreflektierte Schimpftirade macht die Sache womöglich noch schlimmer. Wie Eltern den Hausfrieden wieder herstellen und das Schimpfen umgehen können, beschreibt die Erzieherin und Autorin Christiane Kutik. Weiter
  • Februar 2021:   Eingewöhnung nach Lockdown.
    In Zeiten der Pandemie ist Eingewöhnung eine besondere Herausforderung. „Auf die Frage, ob ihr Kind bereits Erfahrung mit Krabbelgruppen, Spielgruppen oder Fremdbetreuung habe, erhielten wir häufig die Antwort: ‚Nein, das war wegen Corona ja nicht möglich.‘ Dies spiegelte sich dann auch im Verhalten der neuen Kinder wider: Sie waren sehr geräuschempfindlich und auch das Spielen auf dem Boden, umgeben von mehreren anderen Kindern, überforderte sie auffallend schnell.“ Weiter

Tipps

  • Alanus Podcast -
    In ihrem Podcast „Alanus Punkt.Landung“ befragen Alanus Studierende Menschen in und rund um die Alanus Hochschule: Womit sind sie beschäftigt, was haben sie vor und was soll das Ganze? In der aktuellen Folge sprechen sie mit Jost Schieren über „Schule ohne Noten“. Weiter
  • Ausstellung.
    Wassily Kandinsky, Heinrich Neuy, Joseph Beuys – sie alle waren von Rudolf Steiners Ideen inspiriert. Die Ausstellung „Inspiration Steiner – Die Dimension des Geistigen“ im HeinrichNeuyBauhausMuseum in Steinfurt widmet sich Parallelen, Einflüssen und Resonanzen im Schaffen der Künstler. Am 5.11.2021, 19 Uhr, treffen im Rahmen des Ausstellungsprogramms Prof. Walter Kugler und Dr. Wolfgang Zumdick zu einem „imaginären Werkstattgespräch“ unter dem Titel „Joseph Beuys trifft Rudolf Steiner“ zusammen. Weiter

Buchtipp

Natur in Bildern.
Jacob Sturm (1771–1848) war einer der bedeutendsten naturkundlichen Kupferstecher und botanischen Illustratoren Deutschlands. Sein monumentales Werk Die Flora von Deutschland wuchs in Jahrzehnten kontinuierlicher Arbeit auf 2472 Kupfertafeln an und stieß bei seinen Zeitgenossen wegen seiner Sorgfalt und Eleganz auf großen Beifall. Der Kreis hochrangiger Botaniker, die Sturm zur Mitarbeit an dem Werk gewann, machten seine Flora zum wichtigsten und umfangreichsten Werk der Pflanzenkunde des frühen 19. Jahrhunderts in Deutschland. 

Jacob Sturm, herausgegeben von Dr. Oliver Tackenberg: Die Flora von Deutschland. 1. Auflage 2021, 224 Seiten, gebunden, Format: 18 x 25 cm, mit Lesebändchen
ca. 120 Abbildungen, 104 ganzseitige Tafeln, € 19,95.

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