Wie werde ich Waldorferzieher:in?

Sie interessieren sich für diesen interessanten, vielfältigen und erfüllenden Beruf? Herzlich willkommen in unseren Ausbildungsstätten! Es gibt viele Wege, die zu einer Tätigkeit als Waldorferzieher:in führen.

Die beiden Grundvoraussetzungen sind in der Regel

  • eine waldorfpädagogische Qualifikation
  • und eine staatlich anerkannte pädagogische Ausbildung[1].

Für die allgemeine Ausbildung zum/zur staatlich anerkannten Erzieher:in gibt es in den verschiedenen Bundesländern unterschiedliche Ausbildungsvoraussetzungen und Wege[2]. Genauere Informationen dazu finden Sie z. B. auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums (http:/fachkraefteoffensive.fruehe-chancen.de/wege-in-den-beruf) oder beim Deutschen Bildungsserver (www.bildungsserver.de).

Um eine Waldorferzieher:innen-Qualifikation zu bekommen, gibt es die folgenden Wege:

  1. Direkt durch eine in der Regel dreijährige Erzieher:innen-Ausbildung an einer staatlich anerkannten Fachschule für Sozialpädagogik mit waldorfpädagogischer Ausrichtung. Diese Fachschulen gibt es in Berlin, Dortmund, Hamburg, Kassel, Mannheim und Stuttgart. Sie bieten die Ausbildung je nach Standort in Vollzeit, Teilzeit oder praxisintegrierter Form (PiA) an. Weitere Informationen finden Sie auf den Websites der Fachschulen (siehe „Ausbildungszentren“).
  2. Als berufsbegleitende Weiterbildung im Aufbau auf eine bereits erfolgte staatlich anerkannte pädagogische Ausbildung an einem der elf Seminare für Waldorfpädagogik in Deutschland (in Berlin, Dortmund, Dresden, Hamburg, Hannover, Jena, Kiel, Köln, Mannheim, München und Stuttgart)  und in temporären Aussenklassen der Seminare (wie z. B. in Bielefeld, Bremen, der Bodensee-Region, Frankfurt, Freiburg, Haan-Gruyten, Münster, Rostock, Siegen, Trier, Würzburg, Stand: 2021). Als besondere Zugangsmöglichkeit bestehen an einzelnen Seminarstandorten darüber hinaus auch Kooperationen mit anderen Fachschulen, die einen staatlich anerkannten Abschluss als pädagogische Fachkraft ermöglichen.
  3. Integriert in das Studium der Kindheitspädagogik an der Alanus-Hochschule in Alfter bei Bonn.

Vielfältige Fortbildungsangebote und Tagungen an den verschiedenen Seminarstandorten erweitern bundesweit das waldorfpädagogische Bildungsangebot.


[1] Zu den staatlich anerkannten pädagogischen Fachkräften gehören Erzieher:innen, Sozialassistent:innen, Kinderpfleger:innen, Sozialpädagog:innen, Diplompädagog:innen und Kindheitspädagog:innen.

[2] Oftmals ist in den einzelnen Bundesländern auch ein Quereinstieg von Absolvent:innen fachnaher Berufsausbildungen mit Durchlaufen einer mehrwöchigen berufsbegleitenden pädagogischen Weiterbildung, die bereits an einzelnen der Waldorfseminare absolviert werden können, möglich. Zudem gibt es die Möglichkeit des Eigenstudiums anstelle der beruflichen Ausbildung mit dem Abschluss einer Schulfremdenprüfung. Nähere Informationen dazu erhalten Sie bei den o.g. Internetquellen sowie bei den waldorfpädagogischen Ausbildungsseminaren oder den Regionalverbänden der Vereinigung der Waldorfkindergärten.

Filmrealisierung Regie: Jochen Gerken, Kamera: Boris Weil, Musik: Robert Hermann, Texte: Dr. Wolfgang Saßmannshausen