Ein Waldorferzieher gießt aus einer handgetöpferten Keramikkanne heißes Wasser in einen dampfenden Kochtopf – ein typisches Bild aus dem handwerklich-praktischen Alltag der Waldorfpädagogik.

Waldorferzieher:in werden – So funktioniert es

In Teilzeit, Vollzeit oder als praxisintegrierte vergütete Ausbildung – an einer staatlich anerkannten Fachschule mit waldorfpädagogischer Ausrichtung: Dauer in der Regel 3 Jahre mit staatlich anerkanntem Abschluss.

Durch eine Weiterbildung, berufsbegleitend, aufbauend auf bereits erworbene pädagogische Abschlüsse – an einem Weiterbildungsseminar: mindestens 800 Unterrichtsstunden, je nach Kursgestaltung über 2 bis 3 Jahre verteilt.

Alle Fachschulen und Seminare beraten dich gern ganz individuell.

Wenn man möchte, dass Kinder in einem geschützten Raum groß werden, der geprägt ist von „weniger ist mehr“ und „alles zu seiner Zeit“, um sie nicht zu überfordern, sondern ihnen die Zeit für die eigene Entwicklung zu lassen, die sie brauchen, dann ist der Waldorfkindergarten der richtige Ort.

Katharina Junge

Waldorferzieherin

Lerne viel über Pädagogik, vor allem aber lerne viel über dich selbst!

Wie und wer du selbst als Mensch bist, spielt in der Arbeit mit Kindern eine entscheidende Rolle. Deshalb geht es in den Aus- und Weiterbildungen neben der fachlichen Qualifikation hauptsächlich um die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Eine besondere Rolle in der Aus- und Weiterbildung spielt das künstlerische Tun. Malen, Plastizieren, Singen, Handwerken u.a. Im Mittelpunkt der künstlerischen Aktivität steht aber nicht das Produkt, sondern der künstlerische Prozess in den sich die Teilnehmenden begeben, ihre Erfahrungen und ihre daraus gewonnenen Erkenntnisse. 

Die Aus- und Weiterbildung beinhaltet selbstverständlich die Einarbeitung und Auseinandersetzung mit den Grundgedanken der Waldorfpädagogik und ihre lebendige Umsetzung in die Praxis.

Grundvoraussetzung für die langfristige und verantwortliche Mitarbeit ist auch in den Waldorfkindertageseinrichtungen eine staatlich anerkannte Ausbildung.

Je nachdem, ob du diese schon hast oder noch erreichen möchtest, kannst du dich für den Besuch einer Fachschule oder eines Weiterbildungsseminars entscheiden.

…Musik, Malen, Eurythmie, Sprache…an mir selbst habe ich gemerkt, wie diese Künste einen durch das Leben tragen können, das möchte ich den Kindern mitgeben.

Simona Viola Ganitano

Auszubildende

Finde hier weiterführende Informationen zum Einstieg ins Berufsfeld Waldorferzieher:in

Eine junge Waldorferzieherin sitzt mit drei Kleinkindern an einem massiven Holztisch und untersucht gemeinsam mit ihnen verschiedene Einmachgläser mit Naturmaterialien.

Ausbildung zur Waldorferzieher:in

Menschlichkeit bleibt analog – Waldorferzieher:in ein Beruf mit Zukunft.

Mehr über die Ausbildung

Zwei Waldorferzieherinnen sitzen in einem freundlichen Gespräch zusammen, eine zeigt der anderen eine Broschüre – eine kollegiale Besprechung in einem warm gestalteten Raum der Einrichtung.

Berufsbegleitende Weiterbildung

Lerne Pädagogik und auch dich selbst aus einer ganz anderen Perspektive kennen – Waldorferzieher:in werden.

Mehr zur Weiterbildung

Drei Studentinnen sitzen gemeinsam auf einer Holzterrasse im Freien und arbeiten an Unterlagen. Vor ihnen liegen aufgeschlagene Bücher, Hefte und ein blauer Ordner. Im Hintergrund sind ein Hochschulgebäude und gestapelte Holzkonstruktionen zu sehen.

Studium Kindheitspädagogik mit waldorfpädagogischem Schwerpunkt

Bildung lebendig, einfühlsam und individuell gestalten- das geht, mit dem Studium Kindheitspädagogik an der Alanushochschule.

Mehr zum Studium

Der Alltag im Waldorfkindergarten steckt voller goldener Momente – für die Kinder ebenso wie für die Erwachsenen.

Gerdi Himmelsbach

Waldorferzieherin

Passt der Waldorfkindergarten auch zu mir?

Der Waldorfkindergarten als Arbeitsplatz passt zu mir besonders gut, wenn:

  • ich wirklich ganzheitlich Erziehen möchte
  • ich Kinder individuell ins Leben begleiten möchte
  • ich den Wert des freien Spiels für die Kindheit erkannt habe
  • ich in einer warmen, liebevoll gestalteten Umgebung arbeiten möchte
  • ich verantwortlich mitgestalten möchte
  • ich kreativ, künstlerisch, handwerklich tätig sein möchte
  • ich dazu beitragen möchte, dass Kinder gesund aufwachsen
  • ich naturverbunden bin
Die Tiefe des Bildes vom Menschen begeistert mich.

Franziska Gutwinski

Auszubildende (PIA) und Mutter

Zusammenfassung: So wirst du Waldorferzieher:in

  • Es gibt Fachschulen, die neben dem staatlichen Abschluss zur/m anerkannten Erzieher:in gleichzeitig die Qualifikation zur/m Waldorferzieher:in ermöglichen. Die Form der Ausbildung (Vollzeit, berufsbegleitend, praxisintegriert) ist standortabhängig.
  • Liegt ein staatlicher Abschluss bereits vor, kannst du dich an einem Seminar berufsbegleitend zur/zum Waldorferzieher:in qualifizieren. 
  • Mitbringen solltest du Offenheit und Interesse für die Waldorfpädagogik und ihre Grundlagen.