Helmut-von-Kügelgen-Stiftung

Im Jahre 1969 hat Dr. Helmut von Kügelgen die internationale Vereinigung der Waldorfkindergärten ins Leben gerufen. Seitdem sind weltweit mehr als 1.800 Kindergärten, Kindertageseinrichtungen, Kinderkrippen und ähnliche Einrichtungen hinzugekommen. Damit entstand ein neuer Fokus der Waldorfpädagogik im Hinblick auf das erste Jahrsiebt und dessen Bedeutung für die spätere Biographie. 

Als Helmut von Kügelgen 1998 verstarb, waren die gesellschaftlichen Verhältnisse auch insofern im Wandel, als es immer schwieriger wurde, freie Spenden und Finanzierungen für soziale Projekte im Dienste des kleinen Kindes zu erhalten. Dieser Entwicklung folgend hat sich zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts der Vorstand der Internationalen Vereinigung der Waldorfkindergärten e. V. dazu entschlossen, eine Stiftung ins Leben zu rufen um neue Finanzierungswege und Unterstützungsmöglichkeiten für die vielfältigen Aufgaben der Waldorf-Kindergarten-Bewegung zu entwickeln. Da lag es nahe, an Helmut von Kügelgen als Namenspatron für die Stiftung zu denken. 

Zweck der Stiftung ist es, die Waldorfpädagogik im ersten Jahrsiebt zu erforschen und in Ausbildung, Unterricht und Praxis zu fördern. Dabei liegt der Fokus zwar auf der frühen Kindheit, dem das besondere Interesse von Helmut von Kügelgen galt, was jedoch andere Altersbereiche nicht ausschließt. So sollen z. B. auch videogestützte Arbeits- und Unterrichtsmaterialien erarbeitet und allen daran Interessierten zur Verfügung gestellt werden. Wesentlich ist dabei auch der internationale Kontext: Die Stiftung ist dem kleinen Kind gewidmet – ganz gleich, wo es auf diesem Erdball lebt. 

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Wer war Helmut von Kügelgen und wofür lebte er? 

Helmut von Kügelgen (1916 bis 1998) blickte stets mit größter Dankbarkeit auf seine Kindheit und Jugend zurück. Von 1939 an erlebte er – von Beruf Journalist - jeweils an vorderster Front den gesamten 2. Weltkrieg als Zeitzeuge mit. 

1946 aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen, entschied er sich, Waldorflehrer zu werden, nachdem er diese Pädagogik durch seine Frau Gisela kennengelernt hatte. Nach erfolgter Übersiedlung nach Stuttgart war er nicht nur aktiv am Nachkriegsaufbau der Stuttgarter Schule beteiligt, sondern engagierte sich auch beim Wiederaufbau der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland sowie bei der Begründung des Verlages „Freies Geistesleben“, der Zeitschrift „Erziehungskunst“ sowie des Freien Jugendseminars. 

Er führte mit nur einem Freijahr – das er im Dienste der Waldorfpädagogik in Mexiko verbrachte - bis zu seiner Pensionierung seine Schulklassen vom ersten bis zum achten Schuljahr. Danach war es dann seine größte Freude, die Weltkindergartenbewegung mit aufbauen zu dürfen und durch Begründung und Leitung des staatlich anerkannten Waldorferzieherseminar in Stuttgart auch in der Ausbildung tätig zu sein. Von Hand schrieb er ungezählte Briefe an Kindergärtnerinnen in aller Welt, in denen er oft bis ins kleinste Anteil nahm an deren beruflichen und auch privaten Sorgen und Freuden. Vielen sind auch seine lebendigen Vorträge und Unterrichtsstunden lebhaft im Gedächtnis geblieben. 

Förderung

Für Fragen zur Förderung durch die Helmut von Kügelgen Stiftung wenden Sie sich bitte an die Geschäftsstelle in Neustadt.