Newsletter Oktober 2018

Die Pfingsttagung 2018 in Hannover: Alles Erste bleibt ewig im Kinde...

330 Kolleginnen und Kollegen aus 14 Ländern nahmen an der Pfingsttagung in Hannover teil

Im Zentrum der diesjährigen Pfingsttagung stand der neunte Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde von Rudolf Steiner. Kein einfacher Text, wie Marcel de Leuw in seiner Eröffnungsrede betonte. De Leuw führte souverän und gut nachvollziehbar in das Tagungsthema ein, fasste die vorhergehenden Kapitel der Allgemeinen Menschenkunde zusammen, gab einen Überblick über den Aufbau des Vortragswerks und bereitete so den Boden zum Verständnis. Im neunten Vortrag befasst Steiner sich mit erkenntnistheoretischen Fragen und bringt diese mit den Gesetzmäßigkeiten der drei Jahrsiebte und den daraus resultierenden Aufgaben an die Erziehung und Unterrichtsmethoden in Verbindung. Marcel de Leuw entlarvte in seinem Vortrag nicht nur unser zeitgenössisches Verständnis von Logik – „Die Welt ist voll von nicht logischen Gedankengängen!“ –, sondern brachte das Plenum in das Erleben, was es heißt, vorurteilsfrei und frei von Begriffen eine Sache wahrzunehmen: Er ließ während seines Vortrags einen Gegenstand aus Holz durch die Reihen wandern, dessen Name und Funktion er erst am Schluss erläuterte. Mit diesem Kunstgriff gelang es Marcel de Leuw, dass die Teilnehmerinnen sich lebendig in die Wahrnehmungssituation der kleinen Kinder hineinversetzen konnten.

„Wie kommt das kleine Kind zum Begriff?“ – der Frage, wie sich die Ich-Entwicklung des kleinen Kindes in diesem Zusammenhang gestaltet, ging Michaela Glöckler am Sonntag in ihrem spannenden und dichten Vortrag nach. Sie machte deutlich, dass Kinder im ersten Jahrsiebt nicht nur mit dem Körper „begreifen“, sondern auch gestalten. Das Ich erwacht in dieser Lebensphase an der eigenen Tätigkeit im Denken am Denken – „Ich bin Ich“ –, während es im nächsten Jahrsiebt an der Seelentätigkeit erwacht. Nur wenn das kleine Kind Erwachsene als Vorbilder hat, die ihre Ichentwicklung aktiv und bewusst ergreifen, kann es diese Erfahrung, dieses Nach- und Mitvollziehen auch mit in die Nacht nehmen: „Jede Nacht formen die Begriffe, die wir am Tag gedacht haben, unseren Leib“, so Michaela Glöckler. Es geht also darum, die Gestaltungskräfte im Kind gesund anzuregen. Das Kind braucht Erwachsene als moralisches Vorbild, um später selbst moralische Kräfte entwickeln zu können. Genial war hier ihre Bezugnahme zu der schönen Eurythmieaufführung des Hamburger Ensembles um Tilde Barkhoff des Fingerhütchens am Samstagabend: Frau Glöckler ließ noch einmal die Begriffe Revue passieren, welche Fingerhütchen in positiver Weise verkörpert: Fleiß, Andacht, Gebetsstimmung, liebevolles Interesse für die Umwelt, Liebe zur Pflanzenwelt, welche die übersinnlichen Organe zur Wahrnehmung der Elementarwesen öffnet ... Abschließend betonte sie, wie wichtig es für eine gesunde Entwicklung der Kinder ist, ihnen in Wahrhaftigkeit und Wahrheit zu begegnen.

Der Dreischritt des Erkenntnisvorgangs, wie ihn Rudolf Steiner beschreibt – Schluss, Urteil und Begriff – sollte uns noch während der ganzen Tagung zum Nachdenken, Grübeln und Diskutieren bringen. Eine Teilnehmerin brachte es auf den Punkt: „Immer wenn ich denke, jetzt hab ich´s verstanden, kommt doch wieder ein anderer Aspekt.“ Anlass und Anregungen, erneut an diese Frage heranzugehen, gab es neben den Vorträgen in Kursen und künstlerischen Arbeitsgruppen sowie in Arbeitsgruppen zur Textarbeit. Trotz des vollen Tagungsprogramms waren diese sehr gut besucht – es wurde intensiv gearbeitet!

Am Montagmorgen führte uns Rainer Patzlaff in die neuesten Erkenntnisse der Sprachforschung ein. Mittels graphischer Darstellungen erläuterte er die komplexen und ineinander verwobenen Entwicklungsschritte in den ersten drei Jahrsiebten und schlüsselte diese dann kleinschrittig für das erste Jahrsiebt auf. Der Beginn der Sprachentwicklung wurde erstaunlich früh verortet: mit dem Hören im fünften Schwangerschaftsmonat. Laut Patzlaff hört das Kind in dieser Zeit nur die musikalischen Elemente, Forscher fanden heraus: Babys schreien unterschiedlich, je nachdem, in welchem Sprachraum sie geboren werden. Eindrücklich schilderte Patzlaff den Zusammenhang der embryonalen Leibentwicklung mit den kosmischen Gesetzmäßigkeiten: „Das Kind bildet das Ohr aus der Sphärenharmonie heraus – was es hört wird Organ!“ Die Partitur der Sphärenmusik inkarniert sich in den Entwicklungsverläufen während der Schwangerschaft. Das lebendige Wort im Dreiklang des ersten Jahrsiebts – Sprachpflege aus neuer Gesinnung war der Titel dieses Vortrags und er machte deutlich, wie wichtig und grundsätzlich Sprachpflege für die kindliche Entwicklung ist.

Claus-Peter Röh entwickelte in seinem Beitrag, wie sich das Bewusstsein des Kindes im Spannungsfeld von Polaritäten entwickelt. Wie kommen wir vom Schluss über das Urteil zum Begriff? Anhand lebendiger Beispiele aus der Praxis machte er die Bedeutung unmittelbarer Erlebnisse der Kinder, die reichhaltiges "Schlüsse ziehen" ermöglichen, deutlich. Das kleine Kind mit seinen starken Willenskräften brachte Röh mit der Kraft des „Schließens“ in Zusammenhang. Wie wichtig ist es da, dass wir das Kind im Wahrnehmen begleiten und nicht mit toten Begriffen konfrontieren: „Der Begriff ist nur dann gesund, wenn er aus wachem Schließen kommt!“ Wie kommen Willensmensch und der denkende Mensch in uns zusammen? Hier betonte Röh die Kunst – „wenn wir künstlerisch arbeiten, werden wir als Mensch reich“ – und die Verbindung zur geistigen Welt, die Anknüpfung an das Höhere Ich. An das Ende des Vortrags stellte Claus-Peter Röh als Konsequenz für die Praxis Steiners Spruch Ecce homo: „In dem Herzen webet Fühlen, in dem Haupte leuchtet Denken, in den Gliedern kraftet Wollen. Webendes Leuchten. Kraftendes Weben, leuchtendes Kraften: das ist – der Mensch.“

Abgerundet wurde die Tagung von Marcel de Leuw, der in seinem Abschlussvortrag noch einmal eindrücklich die Bedeutung unserer inneren Haltung gegenüber Kindern anhand zahlreicher Beispiele deutlich machte. Unser Ziel sollte eine Erziehung aus dem Herzen heraus sein, unser Streben dahin gehen, das Wesen des Menschen kennen zu lernen, indem wir die Qualitäten des Denkens, Fühlens und Wollens in Begegnung bringen. Charakterisieren statt definieren! Erziehungskunst ist vom Verstand her nicht zu fassen. Einen Blick in die Zukunft der Tagungen gab Herr de Leuw, indem er abschließend eine kurze Zusammenfassung auf den zehnten Vortrag machte ... wir können schon auf 2019 gespannt sein!

An dieser Stelle sei allen, die sich ehrenamtlich für das gute Gelingen der Tagung einsetzen, herzlich gedankt! Besonders in diesem Jahr war, dass sich die Einladung zur Tagung explizit auch an Kolleginnen aus dem Bereich der Kindergarteneurythmie richtete. Auf diesem Feld fanden gute und zukunftsweisende Begegnungen statt. So hat zum Beispiel Andrea Heidekorn von der Alanus Hochschule mit ihrem enthusiastischen kurzen Impulsvortrag die Bedeutung der Kindergarteneurythmie herausgestellt.

Groß war auch das Interesse der Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmer an Angeboten wie der Opferfeier und dem freien Hochschulgespräch, welche täglich wahrgenommen werden konnten. Begeisternd waren die musikalischen und eurythmischen Darbietungen, die das Programm bereicherten.

Es war eine stimmungsvolle, konzentrierte und auch heitere Tagung. Wir konnten, reich beschenkt an Farben, Musik, künstlerischen Erlebnissen, Begegnungen, interessanten Inhalten und Erkenntnissen, die Heimreise antreten.

 

Susanne Altenried


 

Interessensgruppe Natur-, Bauernhof- und Waldkindergärten

In den letzten Jahren entstanden als Antwort auf unsere Zeit immer mehr Waldorfkindergarten-Konzepte, die der Natur einen größeren Stellenwert einräumen – wie etwa Bauernhofkindergärten und Waldkindergärten. Da vor Ort in dieser Sache viele Kolleginnen und Kollegen Einzelkämpfer und Pioniere sind, suchten und schufen wir eine Gelegenheit, Erfahrungen, Fragen und Gedanken zur Waldorf-Naturpädagogik auszutauschen, Ideen weiterzugeben und inhaltliche Vertiefung und Weiterentwicklung zu ermöglichen.

So fand Anfang Mai ein zweitägiges Treffen in der Hofgruppe am Waldorfkindergarten Schwäbisch Gmünd mit dem Waldorferzieherseminar Stuttgart als Veranstalter statt. Seit sechs Jahren wird in der Hofgruppe waldorfpädagogische Natur-Pädagogik sowie tiergestützte Pädagogik gelebt.

30 Interessierte mit unterschiedlichsten Erfahrungen und Fragestellungen kamen für zwei Tage zusammen. In Gesprächs- und Austauschrunden, durch Impulsreferate und praktische Übungen wurden die Fragestellungen bewegt und vertieft. Albrecht Boxriker, Gartenbaulehrer an der Freien Waldorfschule Schwäbisch Gmünd, sprach über verschiedene Dimensionen des Jahreskreislaufes; Marianne Tschan, Schweiz, erörterte ausgehend vom dritten Vortrag der Allgemeinen Menschenkunde die Frage: „Wie können wir uns mit der Natur verbinden?“; Ulrike Kaliss, Hofgruppe Schwäbisch Gmünd, gab Impulse zu Freispiel, tiergestützter Pädagogik und Tätigkeiten (Wollverarbeitung).

Am Ende der Veranstaltungen war es der Wunsch aller Teilnehmenden, dass ein solches Treffen jährlich eine Fortsetzung haben sollte, möglichst an verschiedenen Orten, wo Waldorf-Naturpädagogik bereits gelebt wird.

Interessierte können sich vorab in einen Verteiler aufnehmen lassen, indem sie sich unter kaliss.frank(at)web(punkt)de melden. Sobald der neue Ort und das neue Datum feststehen, werden wir zudem die deutschen Waldorfkindergärten per Mail einladen.

 

Frank Kaliss, Waldorferzieherseminar Stuttgart

Das Projekt MEDIENFASTEN - eine Initiative sucht Unterstützer

Foto: istockphoto,oatawa

Am 6./7. Oktober findet das Jahrestreffen von Future of Childhood statt – diesmal an der Universität Witten-Herdecke. Kernvorhaben der diesjährigen Zusammenkunft sind Austausch, strukturierte Projektentwicklung und eine förderfähige Projektdokumentation zum Bereich „Medienfasten“.

Was ist mit Medienfasten gemeint und für wen ist es gedacht?
Die digitalen Medien gehören zu unserem Alltag und sind kaum mehr wegzudenken. Sie bringen uns großen Nutzen und bergen große Gefahren. Kaum merklich verändern sie unsere Art der Wahrnehmung, der Kommunikation und Beziehung miteinander und wie wir denken.

Viele Menschen beantworten die folgenden Fragen mit „JA“:

1. Ich verbringe mehr Zeit mit digitalen Medien, als mit meinen Kindern.
2. Ich hatte in der Vergangenheit, etwa im Urlaub, schon das Gefühl, dass es mir sehr guttut, weniger Medien zu nutzen.
3. Ich fühle mich gestresst von der Dauererreichbarkeit und Dauerberieselung und wünsche mir mal ungestörte medienfreie Zeit.
4. Ich habe das Gefühl, dass ich ohne moderne Medien gar nicht mehr leben kann.
5. Gute Freunde, mein Partner oder meine Kinder sagen, dass ich dauernd mit Medien beschäftigt bin.
6. Mein Kind verbringt viel zu viel Zeit an den Medien und ich will ihm helfen und ein gutes Vorbild sein.

Oft findet sich aber kein Impuls, kein Anlass und keine Struktur, um eine Änderung im Medienverhalten herbei zu führen. Fastenzeiten sind Zeiten der Reinigung und der Neuausrichtung. Gemeinsames Fasten mit Austausch in einer Gemeinschaft kann neue Perspektiven auf den Lebenswandel eröffnen.

Wir möchten bis 2020 ein Projekt entwickelt haben, das für verschiedene Zielgruppen, von den Erwachsenen, v. a. Schwangeren, über Kinder und Jugendliche Angebote für eine Medienfastenzeit (während der christl. Fastenzeit) anbietet. Dieses Projekt soll wissenschaftlich begleitet sein. Für die Ideen, Bilder, ein schönes Begleitheft, Vernetzung, Bekanntmachen, Social Media, Webseitenlayout und kreative anregende Tipps, wie Eltern diese Zeit sinnvoll, vielleicht sogar heilsam mit ihren Kindern nutzen können, braucht es unsere geballten Kräfte.

Nicht alles muss an diesem Wochenende fertig werden, aber vieles sollte sich finden.
Weitere Fragen und Austauschmöglichkeit über: Dr. med. Silke Schwarz: silke.schwarz(at)koeln(punkt)de

Initiatoren:
Prof. Dr. med. David Martin und Dr. med. Silke Schwarz (Initiative Lebensweise und Universität Witten/Herdecke), Dr. med. Michaela Glöckler (ELIANT) und Georg Soldner (Medizinische Sektion)

Fakultät für Gesundheit
Department für Humanmedizin

Institut für Integrative Medizin
Gerhard Kienle Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin
Gemeinschaftskrankenhaus
Gerhard-Kienle-Weg 4
D-58313 Herdecke
E-Mail: silke.schwarz(at)uni-wh(punkt)de
http://www.lebens-weise.org/index.php/projekte/future-of-childhood/

Kreativ zusammenarbeiten: Erfolgreiche Fortbildung "Sozialkunst" 2017/18 im dritten Jahr

Zu erleben, dass wir zusammen die Welt verändern können, gehört zu den schönsten Entdeckungen im Leben. Doch was, wenn gemeinsames Arbeiten zur Herausforderung wird? Die Fortbildung „Sozialkunst“ ist für Menschen, die mit Menschen arbeiten und die entdecken wollen, wie unsere schöpferischen Fähigkeiten dabei helfen können, dass das Arbeiten in Gemeinschaft gelingt.

Entdecken, wie schöpferische Arbeit und Beruf zusammenhängen

Die berufsbegleitende Veranstaltungsreihe der Freien Hochschule für Geisteswissenschaften lädt ein zu entdecken, wie individuelle Kreativität und ein schöpferisches Berufsleben zusammenhängen. Welches Potenzial steckt in „Sozialkunst“ für unsere Gesellschaft? Wie hilft sie uns dabei, Gemeinschaften so zu gestalten, dass wir uns in ihnen wiederfinden? Die Reihe will dazu aufrufen, unser Vertrauen in die gesellschaftliche Kraft schöpferischer Gestaltungsfähigkeiten wieder zu entdecken.

Populäre Gründer, Unternehmer und Wissenschaftler aus dem anthroposophischen Leben wie Gerald Häfner, Paul Mackay, Friedrich Glasl und andere berichten von der kreativen Gestaltung des Berufsalltags in sozialen Einrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und politischen Institutionen.

Persönlichkeiten aus Gesellschaft und Wirtschaft wie Claudine Nierth (Bundesvorstandssprecherin Mehr Demokratie e. V.) und Philip Lettmann (Geschäftsleitung WALA GmbH) ergänzen das Seminarprogramm durch öffentliche Vorträge. Meditative und künstlerische Übungen begleiten die Einzelveranstaltungen.

Persönliche Erfahrungen und gesellschaftliche Herausforderungen

Dabei stehen praktische und gesellschaftliche Fragen gleichermaßen auf dem Programm: Wie können aus persönlicher Entwicklung bessere Gemeinschaften hervorgehen? Wie passt meine Freiheit mit dem Gemeinschaftswohl zusammen? Wie kann ich fruchtbar mit Konflikten umgehen? Aber auch: Wie hängen Selbst- und Gesellschaftsbild zusammen? Wie verändert Geld, wie wir denken und fühlen? Woher kommt das Recht? Was wird in modernen Gesellschaften aus unseren Beziehungen?

Das Themenspektrum umfasst Politik und Gesellschaft, Konfliktforschung und Organisationsentwicklung, Unternehmensführung sowie Recht und Staatswesen und mehr.

Veranstaltungsdetails

7 zwei- und dreitägige Wochenendseminare und 6 Abendvorträge am Goetheanum vom 19.10.2017 bis 14.6.2018.
Alle Veranstaltungen können einzeln oder als Gesamtprogramm gebucht werden.

Vollständiges Programm und weitere Informationen (Flyer, PDF):bit.ly/skunstinfo
Auskunft und Buchung: Tagungssekretariat, +41 (0)61 706 43 26, sektion.sozialwissenschaften@goetheanum.ch
Online-Buchung:bit.ly/skunst

Bildmaterial:
In den Arbeitsgruppen 1:drops.bijankafi.de/iBv0
In den Arbeitsgruppen 2:drops.bijankafi.de/1hlHO
Im Plenum:drops.bijankafi.de/am6o

 

Pressespiegel

  • 03.08.2018: Feuer zerstört Waldorfkindergarten In Wöhrden/Schleswig Holstein ist das wenige Jahre alte Gebäude eines Waldorfkindergartens abgebrannt. Auslöser waren vermutlich Bauarbeiten am Gebäude, die Löscharbeiten waren aufgrund der derzeitigen Wasserknappheit erschwert.
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  • 30.07.2018: Glücklich in Dänemark Der World Happiness Report zählt Dänemark zu den zehn Ländern, in denen es sich weltweit am glücklichsten leben lässt – und das gilt natürlich insbesondere für Kinder und Familien. Beim Deutschlandfunk ist man der Sache nachgegangen.
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  • 20.08.2018: Digitalisierung im Kindergarten "DigKids" heißt eine Initiative, die die Hessische Landesstelle für Suchtfragen im vergangenen Jahr ins Leben gerufen hat: Kinder ab vier Jahren sollen fit gemacht werden für den Umgang mit Bildschirmmedien. Die Techniker Krankenkasse unterstützt das Projekt mit 400.000 Euro.
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  • 27.06.2018:  Einer Bertelsmann-Studie zufolge ist das Armutsrisiko von Kindern an die Berufstätigkeit der Mutter gebunden – und zwar unabhängig vom Familienstatus der Frauen: Der Zusammenhang gelte für Kinder von Alleinerziehenden ebenso wie für Kinder von verheirateten Frauen.
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  • 20.06.2018:  Erwerbstätigkeit und Familienarbeit – in den vergangenen Jahren wurde viel dafür getan, Männer und Frauen gleich zu stellen. Eine Marburger Studie zeigt nun: Väter sind glücklich, wenn sie 50 Stunden in der Woche arbeiten. Wie zufrieden macht Familie?
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  • 07.06.2018:  Eine Demonstration in Berlin machte unlängst auf die Misere aufmerksam: Es gibt zu wenig Kindergartenplätze in der Stadt. Der Gewerkschaftsbund mahnte nun einheitliche Qualitätsstandards an, denn die Notlage hat zur Folge, dass immer mehr private Fachschulen Ausbildungen anbieten, die auf die Anforderungen im Berufsalltag nur ungenügend vorbereiten.
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  • 04.06.2018:  Soll der Kindergartenbesuch verpflichtend für alle Kinder sein? Studien weisen darauf hin, dass.vor allem Kinder aus Migrantenfamilien von einem frühen Kita-Besuch profitieren könnten.
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  • 01.06.2018:  Der Waldorfkindergarten Greifswald war bislang in das Gebäude der Waldorfschule integriert. Nun kann er den unlängst fertig gestellten Neubau beziehen – und bietet weiteren 29 Kindern Platz.
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  • 28.05.2018:  Die Diskussion um die gebührenfreie Kita ist allerorten im Gange. Die Bertelsmann-Stiftung plädiert für eine Entlastung der einkommensschwächeren Familien. „Jetzt alle Eltern zu entlasten, würde den politischen Handlungsspielraum für den Qualitätsausbau unnötig verengen.“
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  • 28.05.2018:  Nach neun Jahren Planung ist es endlich soweit: der erste Spatenstich für den Neubau des Waldorfkindergartens in Saulheim/Landkreis Alzey-Worms wurde feierlich begangen.
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  • 26.05.2018:  Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Care-Arbeit gleichberechtigt aufteilen, ohne im Beruf zurückzustecken? Wer eine glückliche Familie möchte, muss seine Vorstellungen relativieren, meint der Stay-at-home-Daddy Johannes Schneider.
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  • 26.05.2018:  Mit einem bunten Frühlingsfest feierte der Waldorfkindergarten Aichtal im Frühjahr sein 30-jähriges Bestehen. Die Gemeinde nahm regen Anteil.
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  • 17.05.2018:  Keine Angst vor weißen Kitteln: Schwellenängste reduzieren – das hat sich ein Bonner Klinikum auf die Fahnen geschrieben und lädt regelmäßig Kinder ein, ihre Teddybären untersuchen und gegebenenfalls behandeln zu lassen. Das Projekt hat großen Zulauf.
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  • 06.04.2018:  Geschlechtergerechtigkeit im Kindergarten: Island ist Vorreiter in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Seit Kurzem gibt es ein Gesetz, das ungleiche Löhne für Männer und Frauen verbietet. Mit einem Projekt versucht man die Problematik im Kindergarten an den Wurzeln zu packen.
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  • April 2018:  Märchenerzählen als Kulturerbe: Das freie Märchenerzählen wurde 2016 von der UNESCO in das Verzeichnis der immateriellen Kulturgüter aufgenommen. Was können Märchen zu einer gesunden Entwicklung der Kinder beitragen?
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  • 14.04.2018:  Not macht erfinderisch: Der Waldorfkindergarten Oldenburg erweitert sein Angebot: Geplant ist die Einrichtung einer Naturgruppe mit 15 neuen Plätzen ab Sommer 2019. Dafür wurde ein Schrebergarten in der Nachbarschaft gepachtet.
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  • 11.04.2018:  Schlüsselqualifikationen qua Kita-Besuch? Einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung folgend, fördert ein Kita-Besuch viele nicht-kognitive Fähigkeiten wie Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, und Selbstvertrauen – unabhängig vom Bildungsstand der Eltern.
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Kolumne

Trotz(dem) lieb.Die Trotzphase ist wichtig für die Entwicklung des Kindes, für Eltern bleibt sie nach wie vor schwer auszuhalten. Birk Grüling über den inneren Zwiespalt eines Vaters in der „Trotz(dem lieb)phase“. (Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 10.06.2018)
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Zeit zum Innehalten: eine Serie im Zeit-Magazin über Elterngefühle – zum Auftakt ein Beitrag von einem „Vater im freien Fall“, der im Anflug auf die Erde das Wesen seiner Kinder erforscht – kommen sie von einem anderen Planeten? (Zeit Magazin, 13.06.2018)
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Veranstaltungen

  • WALDORFKONGRESS 2018
    28.05. bis 30.09.2018
    Rudolf-Steiner-Schule, Nürnberg
    MENSCH WERDEN - DIE ENTFALTUNG DER INDIVIDUALITÄT

    Pädagogik hat das Ziel, die Individualität zur Entfaltung zu bringen, das Einzigartige jedes Menschen sichtbar zu machen und wirksam werden zu lassen. Mit Vorträgen von Remo Largo (Kinderarzt und Autor), Janis McDavid (Verfasser des Buchs: „Dein bestes Leben“).
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  • Soziale Zukunft - "Initiativ-Kolloquium"
    13.10.2018, 11.00 bis 17.30 Uhr
    GLS Bank, Christstraße 9, 44789 Bochum
    Gesellschaft verwandeln - für eine Zukunft, die wir wollen!
    Weltweit stehen wir vor großen gesellschaftlichen Herausforderungen und Aufgaben. Ob in der Wirtschaft, im Umgang mit Natur und Menschen oder in der Gestaltung ganzer Gemeinwesen, überall sind wir aufgefordert eine neue Art des Zusammenlebens zu entwickeln. Doch welche gesellschaftliche Zukunft wollen wir? Wir - das Vorbereitungsteam für den nächsten Kongress „Soziale Zukunft“ - sind auf der Suche nach Menschen mit innovativen Ideen sowie eigenen Initiativen und Projekten, die unsere Gesellschaft freier, gerechter und solidarischer gestalten wollen und laden dich herzlich ein.
    Anmeldung bis 3. Oktober unter: info@sozialezukunft.de oder telefonisch unter 0176 8759 9759 bei Matthias Niedermann  
  • EduHealth SUMMIT 2018
    25.10.2018, 9.00 bis 13.00 Uhr
    Mannheim, (Congress Center Rosengarten)
    Im Vorfeld des EduAction Bildungsgipfels 2018
    KONFERENZ FÜR GESUNDE BILDUNGSWELTEN
    Wie sehen die gesunden Bildungswelten der Zukunft aus? Bildungswelten, die gesund sind, Resilienz vermitteln und nicht krank machen? In der Praxis gibt es bereits zukunftsfähige Beispiele, die Mut machen: Es geht auch anders – mit Lebensfreude! Mit Vorträgen von Gerald Hüther, Ellis Huber, David Martin, u.a.
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  • EduAction BILDUNGSGIPFEL RHEIN NECKAR 2018
    25.bis 26.10.2018
    Mannheim, (Congress Center Rosengarten)
    Erfahrungsaustausch, Impulse, Visionen – zum zweiten Mal sind Akteure aus Pädagogik, Forschung und Praxis sowie interessierte Laien eingeladen, sich über den Sinn und Zweck von Bildung, Lernen und Lehren in und für die Welt von Morgen Gedanken zu machen. Mit Gerald Hüther, Margret Rasfeld u. a.; unter der Schirmherrschaft von Anja Karliczek.
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  • PÄDAGOGIK STUDIEREN - Infotag Bildungswissenschaft
    10.11.2018, 12.00 Uhr
    ALANUS HOCHSCHULE, Campus II
    Der Fachbereich Bildungswissenschaft der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft lädt ein zum Studieninfotag rund um die Fächer Kindheitspädagogik, Kunstpädagogik, Waldorfpädagogik, Heilpädagogik und pädagogische Praxisforschung. Studienanfänger, Quereinsteiger und Berufstätige können sich über grundständige Studiengänge und Weiterbildungsangebote informieren und beraten lassen. 
     Information und Programm
  • IASWECE Welterziehertag
    15.bis 19.04.2019
    GOETHEANUM / Dornach (Schweiz)
    INNERE FREIHEIT, SOZIALE VERANTWORTUNG: WEGE FINDEN IN EINE MENSCHLICHE ZUKUNFT

    Selbsterziehung, Abstimmungsprozesse im Sozialen, Erziehung des Kindes – wie können Erwachsene für Kinder zur Verfügung stellen, was sie brauchen? Über den Stand der Vorbereitungen zur Tagung können Sie sich hier informieren.
  • Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne
    Täglich
    SCHLOSS FREUDENBERG
    Langeweile in den Sommerferien? Immer wieder Neues zu entdecken gibt es auf Schloss Freudenberg. Die alte Villa auf dem Hügel bei Wiesbaden lädt Menschen von 3 bis 103 Jahren ein, mit ihrer Umwelt neu und vertieft in Resonanz zu geraten: auf dem Barfußpfad oder der sozialen Schaukel, bei der Erkundung von Klang- und Lichtphänomenen sowie optischen Experimenten, in der Dunkelbar oder an der Feuerschale. Jede Menge Erfahrung zum Mitnehmen und Bereichern des Alltags. Programm und weitere Info:
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Tipps

  • Die Würde des kleinen Kindes
    Was erhält das kleine Kind gesund?
    Pflege und Erziehung in den ersten drei Lebensjahren
    Glöckler, Michaela | Grah-Wittich, Claudia (Hg.)

    Neue und bewährte Erkenntnisse für Pflege und Erziehung des Kindes in den ersten drei Lebensjahren. Die Beiträge in diesem Buch beschäftigen sich mit dem Prozess der Menschwerdung in den ersten drei Lebensjahren. Sie beleuchten Fragen rund um das Gehen-, Sprechen- und Denkenlernen des kleinen Kindes – einerseits unter den Gesichtspunkten der anthroposophischen Menschenkunde, andererseits aus den Forschungen Emmi Piklers heraus. Um das Kind in seiner Entwicklung in einer oft nicht kindgerechten Welt optimal fördern zu können, hat sich die interdisziplinäre Zusammenschau von medizinisch-psychologisch-pädagogischen Forschungsansätzen als besonders fruchtbar und zukunftsweisend erwiesen.

    In Zusammenarbeit mit der Vereinigung der Waldorfkindergärten und der Medizinischen Sektion am Goetheanum
    5. Aufl. 2018
    Erscheinungsjahr: 2000
    Erhältlich hier
  • Eurythmie im Kindergarten

    Info3 März 2018

    Der vierte und neueste Band der Reihe Kunst Praxis (Alanus Hochschule) untersucht für die Eurythmie wesensgemäße Formen im professionellen Umgang mit Kleinkindern. Die AutorInnen befürworten: Eurythmie von Anfang an! Krippe, Kindergarten, Tanzstudio seien Orte für elementare Eurythmie mit kleinen Kindern. Der Praxisband richtet den Blick auf anthropologische Grundlagen für die ersten sieben Lebensjahre und verbindet aktuelle Forschung und anthroposophische Aspekte. Ein Buch für interessierte Laien, Eltern, KindheitspädagogInnen, LeiterInnen und MitarbeiterInnen von kleinkindbezogenen Einrichtungen.

    Andrea Heidekorn (Hrsg.): Quelle – Eurythmie von Anfang an. Aus der Praxis mit kleinen Kindern. Verlag Kunst im Dialog. Glomer 2018. Erhältlich ab Sommer 2018 bei Glomer.com.

  • Glückliches Miteinander 4.0 - ein Wegweiser für Eltern und andere Erzieher

    "Heute mal bildschirmfrei"

    Bildungsforscher Wassilios Fthenakis findet: Digitale Bildung muss im Kindergarten starten. Manfred Spitzer, Neurowissenschaftler, hält dagegen: Bildschirmkonsum schädige Kinder, je jünger sie sind umso mehr. Was sollen Eltern nun glauben und tun? Die Medienwissenschaftlerin Paula Bleckmann von der Alanus Hochschule und ihr Kollege Ingo Leipner haben einen Wegweiser geschrieben.

    Viele Eltern sind hin- und hergerissen. Einerseits empfinden sie den frühen und ausufernden Medienkonsum als falsch, andererseits haben sie Angst, ihr Kind könnte zu einem Außenseiter werden. Kluge Studien, die eindeutig belegen, dass früher und umfangreicher Medienkonsum die Entwicklung beeinträchtigt, gibt es reichlich. Unbedenklichkeitserklärungen ebenso. Der Anpassungsdruck für Familien und Kinder ist immens, sich dagegen stark zu machen, fällt trotz intellektueller Einsicht im Alltag nicht leicht. Genau hier setzten Paula Bleckmann und Ingo Leipner mit ihrem Buch Heute mal bildschirmfrei – das Alternativprogramm für ein entspanntes Familienleben (Knaur 2018) an.  Nicht allein kennen sie die Gefahren und können sie wissenschaftlich belegen, sie nehmen auch den Sog der einfachen Lösungen, den Druck des Alltags und die Überforderungssituation von Eltern ernst. Deshalb finden die LeserInnen hier keinen erhobenen Zeigefinger, keine Patentrezepte und starre Regeln, sondern eine Suchbewegung, die entlang verschiedener Alltagssituationen, ideale ebenso wie alltagstaugliche Lösungen durchspielt. Ein Ratgeber ohne Ratschläge mit Empathie, der einen Raum eröffnet, in dem Eltern ihr ganz persönliches Erfolgserlebnis im Umgang mit dem Medienkonsum ihrer Kinder finden können.

    Leitsatz der Autoren ist: „Nicht einfach Nein sagen zu digitalen Medien, sondern Ja zur analogen Entsprechung.“ Denn hinter dem grenzenlosen Medienkonsum der Kinder stecken häufig Bedürfnisse nach Anerkennung, Autonomie oder Zugehörigkeit, die im Alltag keine Resonanz finden; umgekehrt resultiert das allzu permissive oder rigide Verhalten der Eltern häufig aus Überlastung. Deshalb gilt im Umgang mit Eltern wie mit Kindern die grundlegende Frage: Was braucht mein Gegenüber, um seine Haltung zu ändern und sich dabei gut zu fühlen? Wie können wir miteinander sprechen, ohne dass es zu Polarisierungen, Zerwürfnissen, Eskalationen kommt? Die Beispiele zeigen: im Grunde gut, wenn wir davon ausgehen, dass der Dialog beiden Seiten die Anbindung an die eigenen Bedürfnisse und Empfindungen ermöglicht und das Miteinander bereichert.

    Heute mal bildschirmfrei hat Mut zur Offenheit, lädt ein zum Schmökern und beschenkt mit verblüffenden und einladenden Hinweisen, die auf verständnis- und humorvolle Art Einsichten in Handlungsmöglichkeiten verwandeln.

    Silke Kirch

    Paula Bleckmann, Ingo Leipner: Heute mal bildschirmfrei. Das Alternativprogramm für ein entspanntes Familienleben. Knaur 2018.

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    CaRabA
    Klingt wie ein Zauberspruch, ist vielleicht auch einer: Wie ein Leben ohne Schule aussehen könnte, diesem Gedankenexperiment folgt der in Berlin gedrehte Spielfilm „CaRabA“. Erkundet wird, „wie das Leben selbst zum immerwährenden Bildungserlebnis wird“. Regie führte Katharina Mihm, Andreas Laudert schrieb das Drehbuch. Ab Januar 2019 soll der Film in deutschen Kinos zu sehen sein.
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